Asthma bronchiale
Asthma-Behandlung
Therapiestufenplan
Grundsätzlich gibt es bei der Behandlung von Asthma einen Stufenplan, der für jeden Schweregrad eine bestimmte Kombination von Medikamenten in einer bestimmten Dosierung vorsieht.
Die Therapie soll auf das individuelle Beschwerdebild und die persönlichen Bedürfnisse jedes Asthmatikers optimal abgestimmt werden. Das erfordert eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Auch die Angehörigen sollten in die Erstellung des Behandlungsplans mit einbezogen werden. Wichtigste Hilfsmittel sind neben den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen das Asthmatagebuch und das Peak-Flow-Meter. So können beide Seiten beobachten, ob die Medikamente zu niedrig dosiert sind und daher Beschwerden auftreten oder ob die Dosis so hoch ist, dass es zu Nebenwirkungen kommt " und gegebenenfalls die Therapie schnell anpassen.
Egal auf welcher Stufe der Asthmatherapie, bronchialerweiternde ß2-Sympathomimetika bekommt jeder Patient. Sie werden bei Bedarf inhaliert, also wenn Atembeschwerden auftreten oder auch vorbeugend vor körperlichen Anstrengungen. Nach ein bis zwei Hüben aus dem Inhalator ist die Wirkung innerhalb von fünf Minuten für den Asthmatiker bemerkbar. Stellt sich bei akuter Symptomatik auch nach einmaliger Wiederholung keine Besserung ein, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.
Wie oft die Bedarfsmedikation gebraucht wird, ist ein wichtiger Hinweis zur Kontrolle der optimalen Therapie und sollte daher unbedingt im Asthmatagebuch vermerkt werden. Sind mehr als 10 Hübe am Tag nötig, muss der Arzt die Basistherapie verändern.
Jeder Asthmastufe ist grundsätzlich eine standardisierte Behandlungsoption zugeordnet, die individuell angepasst wird:
- Stufe 1: Keine Dauermedikation
- Stufe 2: Die Basismedikation besteht aus niedrig dosierten inhalativen Kortikosteroiden (ICS). Alternativen sind Nedocromil, Chromoglycinsäure und Leukotrienantagonisten.
- Stufe 3: Bei Patienten mit Asthma des Schweregrades 3 sind inhalative Kortikosteroide ebenfalls die Basis der Behandlung. Die zusätzliche Gabe eines ebenfalls inhalierbaren lang wirkenden ß2-Sympathomimetikum und / oder Theophyllinpräparate oder Leukotrienantagonisten kann erwogen werden.
- Stufe 4: Im Prinzip entspricht der Therapieplan dem auf Stufe drei, nur werden jetzt hochdosierte ICS eingesetzt. Falls auch durch die Kombination mit anderen Basismedikamenten keine Kontrolle der Beschwerden möglich ist, müssen Kortikosteroide als Tabletten genommen werden. Wegen der stärkeren Nebenwirkungen wird aber versucht, auf diese therapeutische Option so lange wie möglich zu verzichten.


