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Großflächige Hautverjüngung


Bei feinen Sonnenfältchen und einem insgesamt unregelmäßigen oder auch großporigem Teint sind großflächig anwendbare Behandlungen gefragt. Dazu zählen Laserverfahren ebenso wie mechanische Techniken und medizinische Peelings. Je nach Art und Intensität wirken diese Verfahren in der Tiefe der Haut oder tragen sie oberflächlich ab.

Hauterneuerung
Der CO2-Laser kann beides: abtragen und Tiefenwirkung erzeugen. Mit hochenergetischem Licht werden Millimeterbruchteile der äußeren Hautschichten verdampft, damit sich jüngere Haut neu bildet. Gleichzeitig dringt das hochenergetische Licht in tiefere Hautschichten ein und sorgt dort für den so genannten Shrinking-Effekt: Durch die Wärmeentwicklung ziehen sich die kollagenen Fasern im Bindegewebe zusammen, so dass die Haut allmählich neue Elastizität gewinnt. Außerdem werden die Zellen angeregt, neues Kollagen zu bilden. Der Nachteil des so genannten Laser-Skin-Resurfacing allerdings ist die verhältnismäßig lange Heilungszeit. Es entsteht ein große Wundfläche und das Gesicht ist noch für mehrere Wochen stark gerötet.
Die jüngste Weiterentwicklung des Systems arbeitet deshalb nicht mehr flächig, sondern fraktioniert. Kleine Hautareale werden Punkt für Punkt abgetragen. Dazwischen bleibt die Haut unbeschädigt, so dass die Heilung sehr viel schneller abläuft. Auch sollen keine anhaltenden Rötungen mehr entstehen. Am vierten Tag nach der Behandlung ist man wieder gesellschaftsfähig. Anwendungsbereich: feine und mittlere Falten und eine insgesamt unregelmäßige, grobporige Haut.

Hautauffrischung
Für die Hautauffrischung kommen sanfte energetische Verfahren zum Einsatz, die ausschließlich in der Tiefe der Haut wirken. Die Hautoberfläche bleibt völlig unversehrt. Mit sanfter Laserenergie oder gepulstem Licht (IPL) wird ein thermischer Effekt in den tiefen Schichten des Bindegewebes erzeugt. Kollagene Fasern werden gestrafft und zur Neubildung angeregt. Relativ neu sind Geräte, die dabei mit Radiofrequenzenergie arbeiten.
Die Behandlung eignet sich für alle Bereiche des Gesichtes, auch für die zarte Lidhaut. Feine Fältchen können geglättet werden, die Haut wirkt insgesamt frischer. Für optimale Ergebnisse sind mehrere Behandlungen erforderlich.

Dermabrasion
Die Dermabrasion ist die mechanische Variante der Hautabtragenden Verfahren. Erfahrene Ärzte wenden sie in erster Linie in der Mundpartie zur Beseitigung feiner Knitterfältchen an. Die geschädigte Hautoberfläche wird dabei mit einem Spezialgerät abgeschliffen. Unmittelbar nach der Behandlung nässt die Haut zunächst. Später entstehen Krüstchen, die innerhalb weniger Tagen abheilen. Anschließend ist die Haut noch für mehrere Wochen empfindlich und muss vor Sonne und Kälte geschützt werden.

Medizinische Peelings
Auch medizinische Peelings können feine Fältchen und Unregelmäßigkeiten zum Verschwinden bringen und das Hautbild insgesamt frischer und feiner machen. Die heute angewandten Peelings beruhen meist auf Frucht- oder Milchsäuren. Je nach Konzentration der Säure schälen sie die äußeren Hautschichten ab, ohne jedoch großflächige Wunden herbeizuführen. Ein bis zwei Tage nach der Behandlung kann die Haut noch leichte Reizungen aufweisen und zur Abschuppung oder allgemeinen Empfindlichkeit neigen. Mit einem längeren beruflichen oder gesellschaftlichen Ausfall ist in der Regel nicht zu rechnen.

Peelings mit Trichloressigsäure (TCL) oder Phenol wirken tiefer und sind deshalb wiederum mit Wundflächen und dementsprechenden Ausfallzeiten verbunden. Phenol belastet außerdem stark den Organismus. Das Phenolpeeling wird deshalb heute immer seltener angewandt.
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