Straffende Eingriffe im Gesicht
Wenn große Hautüberschüsse und abgesunkene Gesichtspartienstören stören, bieten sich moderne Liftings für die jeweiligen Problemzonen des Gesichtes an. Meist werden diese Eingriffe unter Vollnarkose durchgeführt. Manche Ärzte operieren auch in örtlicher Betäubung in Kombination mit einem so genannten Dämmerschlaf.
Facelift
Das klassische Facelift konzentriert sich auf das mittlere und das untere Gesichtsdrittel. Lange anhaltende und natürlich wirkende Ergebnisse werden mit der so genannten SMAS-Technik erzielt. Bei dieser Vorgehensweise wird nicht nur die Gesichtshaut gestrafft, sondern auch die darunter liegenden Bindegewebsstrukturen. Die erschlafften Gewebe werden angehoben und abgesunkene Fettdepots neu modelliert. Auf diese Weise gewinnt das Gesicht die jugendlichen Proportionen zurück.
Die erforderlichen Hautschnitte setzen je nach Umfang des Liftings im behaarten Bereich der Schläfe an und werden in Richtung des Ohres weitergeführt. Das Ohr wird vor oder in der Ohrmuschel umschnitten. Hinter dem Ohr läuft der Schnitt schließlich Richtung Nacken aus. Die Nähte werden mit kosmetischer Technik angelegt, so dass die Narben bei einem normalen Heilungsverlauf zu feinen unauffälligen Linien verheilen. Nach dem Eingriff sind Schwellungen und Blutergüsse normal. Nach etwa 14 Tagen ist man wieder gesellschaftsfähig.
Stirnlift
Das Stirnlift ist der dauerhafte Weg zu einer glatten jugendlichen Stirn. Operativ wird dabei die mimische Muskulatur so präpariert, dass sich auch tiefe Falten dauerhaft glätten. (Siehe auch Botoxbehandlung) Zudem werden Hautüberschüsse entfernt und abgesunkene Brauen und Oberlider wieder angehoben. Der dazu erforderliche Hautschnitt wird in den Haaransatz gelegt und verläuft von Schläfe zu Schläfe. Die Kunst des erfahrenen Chirurgen besteht darin, eine unauffällige Narbenbildung zu erzielen, so dass man später zum Beispiel auch wieder eine Kurzhaarfrisur tragen kann. Nach dem Eingriff ist mit Schwellungen und Blutergüssen zu rechnen. Eine zweiwöchige Auszeit sollte man einplanen.
Lidkorrektur
Wenn Schlupflider, Tränensäcke und Augenfalten stören, ist eine Lidstraffung die Methode der Wahl. Um Fetteinlagerungen zu beseitigen bzw. umzumodellieren und überschüssige Haut zu entfernen, legt der Chirurg sichelförmige Hautschnitte an. Am Oberlid werden diese in der Lidmitte platziert. Am Unterlid hinter den Wimpernkranz. So sind die späteren feinen Narben in der Regel unsichtbar. Am Unterlid können Fettvorwölbungen auch durch innen liegende Hautschnitte beseitigt werden. So liegen die späteren Narben völlig im Verborgenen. Allerdings kann bei dieser Technik keine Haut entfernt werden.
Halsstraffung
Bandartig vorspringende Haut, der so genannte Truthahnhals, ist in erster Linie auf einen erschlafften Muskelstrang zurückzuführen, der vom Kinn bis zum Schlüsselbein verläuft. Bei der Halsstraffung wird dieser Muskel gekürzt und neu fixiert. Bei einer isolierten Halsstraffung legt der Chirurg dazu einen kleinen Hautschnitt unter dem Kinn an. Wird der Hals in Kombination mit einem Facelift korrigiert, sind dazu, je nach Art und Umfang des Faceliftings, keine zusätzlichen Hautschnitte erforderlich.
Ist überschüssiges Fett für das Doppelkinn verantwortlich, kann eine kleine Liposuktion (siehe auch Fettabsaugung) helfen. Bei beiden Methoden sollte kurzzeitig ein Kompressionsverband getragen werden. Eventuell bringt der Eingriff leichte Schwellungen oder Ergüsse mit sich, die nach einer Woche normalerweise wieder abgeklungen sind.


