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Fettabsaugung


Einzelne hartnäckige Fettdepots, die dem Körper ein unproportionales Aussehen verleihen, können heute durch Absaugen entfernt werden. Man spricht dabei von Liposuktion.
Der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie stehen dazu heute zahlreiche verschiedene Methoden zur Verfügung, die sich zum Beispiel in der Art der verwendeten Kanülen unterscheiden. Grob lassen sich diese in Nasstechnik, Tumeszenztechnik und Ultraschalltechnik unterteilen.

Nasstechnik
Bei der Nasstechnik wird, wie bei allen modernen Methoden, zunächst eine Flüssigkeit (normalerweise eine Kochsalzlösung) in das Fettgewebe injiziert. Auf diese Weise wird das feste Fettgewebe gelöst und aufgelockert. Nach der Einwirkung legt der Arzt an unauffälligen Stellen kleine Einschnitte in die Haut. Durch diese Eröffnungen werden feine Kanülen eingeführt, um das überschüssige Fettgewebe abzusaugen. Die Nasstechnik wird ambulant oder stationär in Vollnarkose durchgeführt.

Tumeszenztechnik
Die so genannte Tumeszenztechnik unterscheidet sich von der Nasstechnik vor allem durch die Flüssigkeit, mit der das Fettgewebe vorbehandelt wird. Sie enthält neben Kochsalz unter anderem auch ein Lokalanästhetikum. Typisch für die Tumeszenztechnik ist zudem, dass diese Flüssigkeit in sehr großen Mengen in das Gewebe infiltriert wird. Auf diese Weise wird die Körperregion örtlich betäubt und gleichzeitig stark aufgebläht. Durch die Aufblähung des Gewebes lassen sich die Kanülen sicherer führen. Viele Ärzte verwenden so genannte Rüttelkanülen, die bei der Absaugung vibrieren. Auch dadurch soll eine bessere Schonung von umliegenden Strukturen, zum Beispiel Nerven und Lymphsystem, erreicht werden. Die Liposuktion mit Tumeszenztechnik wird ambulant oder stationär durchgeführt. Meist wird empfohlen, die erste Nacht in der Klinik zu verbringen. Durch die örtliche Betäubung ist eine Vollnarkose überflüssig.

Ultraschalltechnik
Bei der Ultraschall-Liposuktion wird das Fettgewebe mit einer Kochsalzlösung vorbehandelt. Anschließend wird durch kleine Einschnitte zunächst eine Ultraschallsonde in das Fettgewebe geführt. Mit der hochfrequenten Energie wird das Fettgewebe verflüssigt und schließlich mit einer Kanüle abgesaugt.

Nach der Liposuktion:
Das Nähen der winzigen Hauteröffnungen ist meist unnötig. Um die neue Körperform zu stützen, werden Mieder oder Kompressionsverbände angelegt, die mindestens eine Woche rund um die Uhr getragen werden sollten. Hautverfärbungen und -schwellungen sind nach einer Fettabsaugung normal. Der Großteil klingt nach etwa 2 bis 3 Wochen von alleine wieder ab. In den darauf folgenden Wochen passt sich die Haut ihrem neuen Fundament allmählich wieder glatt an.
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