Das können Sie tun
Hier finden Sie Anregungen, die individuelle und altersgemäße Entwicklung Ihres Kindes durch Spiel, Bewegung und Sprache zu fördern und zu begleiten.
Kinder haben die angeborene Fähigkeit und das Bedürfnis, sich mit neuen Situationen und Dingen spielerisch auseinander zusetzen. So lernen Kinder in allen Altersstufen vor allem mit Spaß. Als "Nahrung für die Seele" ist Spielen und Sprechen genauso wichtig wie Essen, Schlafen und Trinken.
Für die Sprachentwicklung heißt das, dass Eltern ihren Kindern die Erfahrungen ermöglichen, aus denen das Kind nach seinem Entwicklungsplan sein Sprachvermögen aufbaut.
Weil Sprachentwicklung aber Teil der Gesamtentwicklung des Kindes ist, sind alle Arten von Umwelterfahrungen gemeint: Erfahrungen mit Bewegung, mit Gefühlen, mit zwischenmenschlicher Verständigung und mit zu lösenden Problemen.
Für die Unterstützung der Entwicklung Ihres Kind bedeutet dies, dass Sprache am Besten gelernt wird in positiver, fröhlicher Atmosphäre und in Verbindung mit kindgerechtem Spiel.
Die aktive Bewegungszeit im Kindergarten und in der Grundschulzeit, beträgt nur ein Bruchteil der täglichen Sitzzeit der Kinder. Naturgemäße und kindgemäße Entwicklung bedeutet aber ein Überwiegen der täglichen Bewegung im Verhältnis zum Sitzen.
Zu den Altersangaben:
Die kindliche Entwicklung verläuft altersabhängig, wobei individuelle Abweichungen von der gesunden und ungestörten Bewegungsentwicklung häufig auftreten. Altersangaben können deshalb nur als Richtgröße zur groben Orientierung dienen.
Diese Vorgaben sollten Eltern nicht verleiten, von ihrem Kind zu verlangen, die für ein bestimmtes Lebensalter vorgegebenen Fähigkeiten beherrschen zu müssen.
Allgemeine Tipps:
Wiederholungen und Bekanntes:
Weniger kann mehr sein! Kinder brauchen Bekanntes und lieben Wiederholungen. Abwechslung durch täglich neue Spiele ist bei Babys und Kleinkindern zunächst nicht notwendig. Durch ständiges Wiederholen und Üben werden Kinder sicherer in ihren Fähigkeiten.
"Kann selber... !":
Eltern sollten immer nur soviel Hilfestellung beim Ausprobieren von Neuem geben, wie das Kind verlangt. Ein Protest wie "Kann selber !" und der folgende Versuch alleine zurechtkommen macht Ihr Kind selbstbewusst. Kinder sollten auch Wagnisse eingehen dürfen, ohne dass Eltern sich gleich behütend einmischen, denn aus überbehüteten Kindern werden oft ängstliche Erwachsene.
Anregung statt Leistung:
Mit Forderungen oder Zwang werden Sie wenig erreichen. Aufforderung im Sinne "Probier doch mal, ob Du das kannst..." machen Bewegungsaufgaben erst schmackhaft. Spielen Sie auch öfter mal "nur so", ohne Lern- und Leistungsanforderungen zu erfüllen. Zum Spielen anzuregen, bedeutet auch selbst mal albern zu sein, mitzulachen und mitzuspielen. Sowohl zu hohe Erwartungen, wie auch fehlende Anreize können Ihrem Kind schaden.


