9. Monat
Die motorische Entwicklung
Vieles wird ausprobiert, immer wieder gilt es, Neues mit den Händen zu begreifen und zu ertasten, den ganzen Körper spielerisch zu erfahren. Babys in dieser Altersstufe erklären sich Ihre Welt an Hand folgender Fragen:
- Fällt wirklich alles, was man wegwirft nach unten?
- Lassen sich Klötze aufeinander stapeln, Becher ineinander stecken?
- Welche Geräusche und Klänge erzeugen verschiedene Materialien? (Klappern, Knistern, Klingeln, Rascheln, Quietschen, Trommeln)
- Können kleine Bälle rollen? Welche Geräusche erzeugen sie dabei (z. B. Kugelbahn)?
- Wie kann man mit dem eigenen Körper (Fingern und Händen, Zehen und Füßen) spielen, z. B. beim Wickeln oder in der Badewanne?
Tipp:
Unterstützen Sie Ihr Kind bei seinen Versuchen Neues zu entdecken. Achten Sie auf Sicherheit, aber geben Sie so wenig Hilfe wie möglich!
Die Sprachentwicklung
Setzen Sie die Plauderdialoge fort, die Sie in den ersten Monaten schon begonnen haben.: Ihr Kind plaudert und Sie antworten;Sie ahmen seine Silbenreihen nach oder kommentieren und interpretieren sie.
Tiergeräusche sind sehr beliebt als Übergang zwischen dem Plauderdialog mit Lauten und Silben und echten Wörtern. "Muh-Muh" oder "Wau-Wau" kommen vielleicht schon im Silbenrepertoire Ihres Kindes vor, oder können leicht übernommen werden.
Mit einem einfachen Bilderbuch, mit Plüschtieren oder mit Holztieren werden die Tiergeräusche zum Namen für die Bilder oder das Spielzeuge. Die lassen sich dann in vielfältige Spiele einbauen: Da tippt der Plüschhund (anstelle Ihrer Finger) am Bein Ihres Kindes entlang und knuddelt das Bäuchleinoder die Kuh versteckt sich und ruft..
Versteckspiele sind ein beliebtes Spiel. Ob beim Wickeln ("Wo ist den der kleine Fuß?") oder beim Anziehen, wenn die Hand im Ärmel verschwindet.
Wenn Sie die Plaudereien Ihres Kindes als seinen Beitrag zum Gespräch betrachten und darauf antworten, so wie Sie seine Mitteilung verstanden haben, dann ermutigen Sie Ihr Kind, sich weiter zu äußern. Es kommt dabei überhaupt noch nicht auf Richtigkeit an. Entscheidend ist, dass Ihr Kind erlebt, was Sie und es selbst mit Sprache schon tun können.
Sprechen und zuhören ist die Devise, nicht nur für dieses Alter.


