19. bis 24. Monat
Die motorische Entwicklung
Die Fähigkeiten der Kinder werden immer komplexer. Die Wohnung reicht für das Bewegungs- und Entdeckungsbedürfnis als Aufenthaltsort für Kinder oft nicht aus. Neben dem Austoben wird es jetzt auch wichtig, den Kindern Grenzen und Ziele zu setzen.
Spielen mit den Kindern wird zum Balanceakt zwischen Führung und Anleitung einerseits und Freiheit und Gewähren lassen andererseits.
Phantasievolles Spielen ist Lernen für das Kind und der größte Bewegungsanreiz geht nun von etwas Neuem und Unbekannten aus. Andererseits kann "Zu viel" auch schaden! Manche Kinder werden durch ständig neue Reize eher unkonzentriert und "fahrig", sowie süchtig nach Neuem.
Regen Sie Ihr Kind zu folgenden Aktivitäten an:
- Gegenstände in Schachteln ein- und ausräumen.
- Perlen auf eine Schnur auffädeln.
- zueinander passende Bildelemente anordnen schult die Handgeschicklichkeit (z. B. Domino- und Bilderreihen) .
Spielplatz- und Naturerfahrungen im Freien sind als Wachstumsreize sehr wichtig für die Entwicklung des Skelett- und Muskelsystems. Kinder wippen, schaukeln, rutschen, klettern, springenherum und balancieren.. Das macht nicht nur müde, sondern senkt auch die Infektanfälligkeit. Auch die psychische und soziale Entwicklung wird durch den Kontakt mit anderen Kindern gefördert
Die Sprachentwicklung
Dies ist das Alter, in dem Ihr Kind Wörter sammelt. Die Zeit der Babysprache ist jetzt endgültig vorbei. Wahrscheinlich ist Ihre Sprachmelodie schon von selbst nicht mehr so übertrieben ausgeprägt wie im Gespräch mit dem Baby. Aber auch kindersprachliche Ausdrücke sollten jetzt der Vergangenheit angehören. Ihr Kind möchte schließlich die Sprache lernen, die die Großen sprechen und keine "Kinder-Spezial-Sprache".
Wenn Ihr Kind zu den "Plappermäulern" gehört, die den lieben langen Tag sprechen, plaudern und erzählen - verlieren Sie nicht die Geduld! Lassen Sie sich auf die Gespräche ein, wenn Sie Zeit dazu und Spaß daran haben. Vergessen Sie nicht: Ihr Kind trainiert nicht nur sein Sprachvermögen, sondern verarbeitet auf diese Art seine Eindrücke, die es mit seinem neuen Bewegungsradius sammelt.
Wenn Ihr Kind zu den zögerlichen Sprechern gehört: ermutigen Sie es zum Erzählen. Das tun Sie, indem Sie gut zuhören, seine Äußerungen bestätigend wiederholen und etwas erweitern (Beispiel: Kind: "teti" - Erwachsener: "Ja, der Teddy. Dein Teddy, nicht?").
Interessieren Sie sich für das, womit Ihr Kind sich beschäftigt. Kommentieren Sie sein Spiel, fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht richtig verstanden haben. Eine direkte Aufforderung ("Sag mal, was das ist") wird Ihr Kind vermutlich weniger dazu bringen, sich zu äußern.


