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Sprachförderungstest
Fördern Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes altersgerecht?
Ihr eigenes Sprachverhalten kann die sprachlichen Fähigkeiten Ihres Kindes entscheidend beeinflussen. Wenn Ihr Kind ohne Angst vor Fehlern genug sprachliche Anregungen bekommt, hat es die richtigen Bedingungen für seine Sprachentwicklung.
Testen Sie hier, ob Sie durch Ihr Verhalten die Sprachentwicklung Ihres Kindes optimal unterstützen.
Bitte wählen Sie durch Anklicken die auf Sie zutreffende Antwort aus
1.
In der Spielgruppe hören Sie, wie eine Mutter das Plaudern ihres neun Monate alten Babys "ögögögögögögögö" im Spiel nachmacht.
Welche Reaktion könnte am ehesten Ihre sein?
Ich sage nichts, aber ich denke mir, dass die Frau ihrem Kind kein gutes Sprachvorbild ist.
Ich sehe, wieviel Spaß das Baby an dem Wechselspiel und an den Äußerungen der Mutter hat, und wende mich meinem Kind zu, um zu probieren, ob wir das auch spielen können.
Ich wende mich meinem eigenen Kind zu und spreche ihm ein paar einfache Wörter mehrmals vor, damit es sie deutlich hören kann.
2.
Ihr Einjähriges sitzt beim Essen im Hochstuhl und plaudert vor sich hin, während Sie sein Essen vorbereiten. Als Sie sich mit dem Brei seinem Stühlchen nähern, schaut Ihr Kind Sie an und ruft "Ma-ma".
Wie würden Sie am ehesten reagieren?
"Mama? Ja! Mama bringt das Essen, nicht wahr?"
"Ja, du kleiner Schlingel. Du weißt schon, dass ich jetzt dein Essen bringe. Ja, da ist es doch. Hast du Hunger? Hier kommt das Essen. Mmmmh, lecker Essen."
"Hast du Mama gesagt? Sag das noch mal. Sag mal Mama."
3.
Sie schauen gemeinsam mit Ihrem einjährigen Kind ein Bilderbuch an. Ihr Kind scheint wenig Ausdauer dabei zu haben und blättert immer weiter, bevor alle Bilder angesehen sind.
Wie würden Sie am ehesten versuchen, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen?
Ich beobachte, wann es einmal ein Bild interessiert anschaut und benenne es dann. Manchmal spreche ich auch ganze Sätze dazu oder mache ein passendes Geräusch.
Ich nehme die Hand meines Kindes, zeige damit auf ein Bild und spreche ihm das passende Wort deutlich vor. Dann ermuntere ich das Kind, das Bild selbst noch einmal zu benennen.
Ich glaube, dass Kinder sich in diesem Alter noch nicht für Bilderbücher interessieren und lasse es deshalb machen, was es will.
4.
Ihr einjähriges Kind liegt vor Ihnen auf dem Wickeltisch. Sie fragen spielerisch nach seinen Körperteilen und kitzeln Ihr Kind dann dort ("Wo ist der Bauch?" - "daaaa") Ihr Kind juchzt und hat viel Spaß. Als Sie den Bauch kitzeln, klingt es so, als wolle Ihr Kind antworten: "bau".
Welche Reaktion könnten Sie sich am ehesten vorstellen?
Ich kitzele das Kind am Bauch und setze das Spiel dann fort "Wo ist der Fuß?"
Ich schaue das Kind an und antworte, wenn es mich anguckt: "Bauch. Wo ist der Bauch?"
Ich greife die Antwort des Kindes auf "Bauch? Der Bauch? Wo ist der Bauch?" Dann halte ich inne und warte die Reaktion des Kindes ab.
5.
Sie stehen am Wohnzimmerschrank und sind dort mit etwas Wichtigem beschäftigt. Ihr 15 Monate altes Kind sitzt bei seiner Spielkiste und räumt dort das Spielzeug aus. Dabei hebt es hin und wieder einen Gegenstand hoch, hält ihn zu Ihnen und sagt "da".
Wie würden Sie am ehesten reagieren?
Ich schaue das Kind an, nicke ihm aufmunternd zu und sage ihm, wie der Gegenstand heißt. Dann wende ich mich wieder meiner Arbeit zu.
Ich bin so sehr mit meiner Arbeit beschäftigt, dass ich nur kurz hinschaue und beiläufig antworte, z. B. "toll!" oder "Ja, was hast du denn da?"
Ich erkläre dem Kind, dass ich jetzt keine Zeit habe und dass es allein spielen soll.
6.
Ihr Kind ist jetzt 18 Monate alt. Sie sitzen mit ihm auf dem Boden und spielen mit einem Sandeimer und einem kleinen Ball. Ihr Kind zeigt auf den Ball und sagt "baba".
Welche der drei Möglichkeiten kommt Ihrer spontanen Reaktion am nächsten?
"Baba? Was ist baba? Da ist doch nichts baba. Bei uns ist es nicht schmutzig"
Sie nehmen den Ball, halten ihn zum Kind und fragen: "Wolltest du den haben? Hier ist er, schau."
Sie nehmen den Ball, lassen ihn zwischen sich und dem Kind auf den Boden springen und sagen dazu "Ba - Ba - Ball! Da ist der Ball. Der kann aber toll springen."
7.
Sie gehen mit Ihrem ca. 18 Monate alten Kind auf einen Spielplatz. Dort sehen Sie ein Eichhörnchen am Sandkastenrand sitzen und an einer Nuss knabbern. Als Ihr Kind das Eichhörnchen beim Wegflitzen entdeckt, ruft es begeistert "wau-wau".
Welche der Reaktionen kommt Ihrer eigenen am nächsten?
Ich erwidere den Blick meines Kindes und sage: "Meinst du das war ein Hund? Das war aber ein Eichhörnchen. Huii, war es wieder weg."
Ich freue mich, dass mein Kind das Eichhörnchen noch gesehen hat und gebe ihm freudig einen Kuss auf die Wange.
"Das war ein Eichhörnchen, mein Schatz, kein Hund. Der Hund kann doch nicht auf einen Baum klettern."
8.
Seit kurzem lernt Ihr Kind beinahe täglich neue Wörter dazu und erzählt den lieben langen Tag. Dabei ist sein Erzählen nicht immer verständlich und klingt manchmal auch wie eine Fremdsprache. Gerade hat es Ihnen seinen Schnuller, den es immer Lollo nennt, gebracht. Aus seinem satzähnlichen Brabbeln haben Sie auch das Wort Lollo herausgehört.
Welche Reaktion könnten Sie sich am ehesten vorstellen?
"Ja, was hast du denn da? Was machst du denn mit dem Schnuller? Den brauchst du doch jetzt gar nicht. Gib mir den Schnuller. Ich lege den wieder ins Bett."
"Ach, Kind, ich verstehe doch kein Wort. Sag mal Schnuller!"
"Dein Lollo? Hast du mir deinen Lollo gebracht? Was soll ich denn jetzt damit machen?"
9.
Sie sitzen mit einem Termin zur Vorsorgeuntersuchung im Wartezimmer Ihres Kinderarztes. Ein etwa zweijähriges Kind kommt auf Sie zu, hält Ihnen ein Auto entgegen und sagt "Nina Auto".
Welche Reaktion wäre Ihrer eigenen am ähnlichsten?
Sie schauen aus dem Fenster und antworten nicht.
Sie schauen das Kind freundlich an und sagen: "Ist das Ninas Auto? Bist du die Nina?"
Sie lächeln und sagen: "Oooh, das ist aber ein tolles Auto"
10.
Ihr zweijähriges Kind schaut mit Ihnen Fotos an. Auf einem Foto hält ein anderes Kind ein Eis in der Hand. Ihr Kind wendet sich Ihnen zu und fragt: "Tim au Eis essen".
Welche sprachliche Reaktion käme Ihrer am nächsten:
"Ja, das kann ich mir vorstellen, du Leckermäulchen. Eis isst du gerne, nicht wahr?"
"Tim will auch ein Eis essen? Ja?"
"auch-ch-ch heißt das, nicht au. Sag noch mal richtig: auch"
11.
Ihr dreijähriges Kind kommt aufgeregt zu Ihnen gelaufen und ruft:
"Mama, der Lutas hat mis dehaut".
Was würden Sie am ehesten antworten, bevor Sie sich um das eigentliche Problem, den Streit, kümmern:
"Was hat der Lukas gemacht? Hat der dich gehauen?"
"Das heißt nicht dehaun. Das heißt ge-haun! Lukas hat mich ge-haun."
"Ist aber nicht so schlimm, oder?"
12.
Sie basteln mit Ihrem vierjährigen Kind einen Papierflieger. Endlich ist er fertig und kann zum ersten Mal starten. Der Flieger saust durchs Zimmer und landet oben auf dem Schrank. Ihr Kind hüpft begeistert auf und ab und ruft: "Hast du das gesehen, Mama? Der ist da so rumgefliegt und dann so und dann so und sooo hoch!"
Welche Antwort käme Ihrer am nächsten?
"Sicher hab ich das gesehen. Dein Papierflieger ging ab wie eine Rakete. Toll!"
"Toll ist der geflogen! Wo ist er denn jetzt?"
"Ach, Kind, das hab ich dir doch schon so oft gesagt: geflogen heißt das!"
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