Impfungen
Impfungen dienen dazu Krankheiten vorzubeugen, indem sie das Immunsystem schulen, bestimmte Krankheitserreger frühzeitig zu erkennen.
Kommt unser Körper das erste Mal in Kontakt mit einem Krankheitserreger, bildet das Immunsystem Abwehrstoffe (Antikörper), die über verschiedene Wege die Angreifer unschädlich machen.
Beim Erstkontakt dauert dieser Vorgang relativ lange, so dass die Krankheit in den meisten Fällen ausbricht. Hat unser Körper die Erkrankung erfolgreich überwunden, hinterlässt unser Immunsystem Gedächtniszellen. Kommen wir das nächste Mal in Kontakt mit dem gleichen Erreger, aktivieren die Gedächtniszellen das Immunsystem sofort, so dass die Viren oder Bakterien abgetötet werden, bevor die Krankheit erneut ausbricht.
Bei der Impfung werden dem Körper abgetötete Errege (Totimpfstoffe) oder unschädliche Formen eines Erregers (Lebendimpfstoff) zugeführt. Das Immunsystem erkennt diese als Krankheitserreger und bildet Gedächtniszellen. Kommt der Impfling nun mit dem echten Krankheitserreger in Kontakt, können die Gedächtniszellen das Immunsystem schnell aktivieren, bevor das Kind krank wird. Impfungen aktivieren das Immunsystem und schwächen es nicht.
Natürlich darf man die Nebenwirkungen der Impfungen nicht verschweigen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind aber sehr viel seltener als schwere Komplikationen bei Erkrankung und werden bei Anerkennung durch staatliche Stellen entschädigt. Allerdings führt nach heutigem Wissensstand kein derzeit in Deutschland von der Ständigen Impfkommission empfohlener Impfstoff zu bleibenden Schäden.
Zu den häufigsten Impfreaktionen gehören in den ersten 24 Stunden nach der Impfung Fieber oder leichtes Unwohlsein mit Unruhe. An der Einstichstelle kann es zu Rötung, Schwellung oder Druckschmerz kommen. Eine Ausnahme stellt die Masernimpfung dar. Hier kann es nach 7 bis 14 Tagen zu sog. Impfmasern mit leichtem Fieber und Ausschlag, aber ohne Ansteckungsgefahr, kommen.
Der in den Medien verbreitete Zusammenhang zwischen Impfungen und Hirnschäden, plötzlichem Kindstod, Multipler Sklerose oder Hyperaktivität wurde durch Studien widerlegt.


