Sterilistation
Eine Sterilisation bedeutet das Ende der Fruchtbarkeit und sollte deshalb gut überlegt sein. In aller Regel kommt sie nur für jene Paare in Frage, deren Familienplanung abgeschlossen ist.
Es ist sehr ratsam, sich vor einer Sterilisation ausführlich beraten zu lassen und dabei alle Argumente abzuwägen, die für oder gegen eine Sterilisation sprechen. Zwar ist es in manchen Fällen mit erheblichem medizinischen Aufwand möglich, eine Sterilisation wieder rückgängig zu machen, doch sollte man bei der Wahl dieser Methode grundsätzlich davon ausgehen, dass der Eingriff unumkehrbar ist.
Im Allgemeinen ist der Eingriff beim Mann leichter durchzuführen und auch mit weniger Risiken verbunden.
Sterilisation beim Mann (Vasektomie)
Bei einer etwa 20-minütigen ambulanten Operation werden die beiden Samenleiter im Hodensack durchtrennt oder mit Clips verschlossen. Zwar produzieren die Hoden weiterhin Spermien, doch die können dann nicht mehr mit einem Samenerguss hinaus gelangen. Sie werden vom Körper ohne Komplikationen abgebaut. Da nur etwa ein bis fünf Prozent des Ejakulats aus Spermien bestehen, ändert sich die Menge der Samenflüssigkeit kaum. Die Orgasmusfähigkeit und die Potenz bleiben von dem Eingriff vollkommen unberührt.
Eine Sterilisation hat nichts mit einer so genannten Kastration zu tun, bei der die Hoden entfernt und dem Körper somit die männlichen Hormone entzogen werden. Nach einer Sterilisation bleibt der Hormonhaushalt des Mannes vollkommen intakt.
Sterilisation bei der Frau
Bei einer stationär oder ambulant durchgeführten Operation werden die Eileiter durchtrennt oder mit Clips verschlossen, so dass die Eizellen nach dem Eisprung nicht mehr in die Gebärmutter wandern können. Ebenso ausgeschlossen ist, dass Spermien die Eizellen erreichen und sie befruchten können.
Da der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird, ist er mit größeren medizinischen Risiken als eine Sterilisation des Mannes verbunden.
Auch bei der Sterilisation der Frau handelt es sich nicht um eine Kastration. Die weiblichen Hormone werden weiterhin unvermindert gebildet. Die "gesprungenen" Eizellen werden vom Körper ohne Komplikationen abgebaut. Zyklus, Monatsblutungen und das Lustempfinden bleiben unverändert.


