Die passende Verhütung
Jede Frau muss ihre Verhütung selbst wählen und hat bei dieser Entscheidung unterschiedliche physische, psychische und soziale Bedingungen sowie Wünsche an Gesundheit und Sicherheit zu bedenken.
Aus medizinischer Sicht können folgende allgemeine Empfehlungen gegeben werden:
Mädchen und junge Frauen bis 20:
Am sichersten ist eine niedrig dosierte Pille, ergänzend das Kondom zum Infektionsschutz.
Junge Frauen ab 20:
Richtig angewendet sind Diaphragma, Pille und Spirale in etwa gleich sicher. Das Kondom schützt zusätzlich vor Infektionen. In einer verantwortungsvollen festen Beziehung können auch Methoden der Natürlichen Familienplanung (NFP) eine Alternative sein, insbesondere wenn eine trotz allem eintretende Schwangerschaft letztlich begrüßt würde.
Nach einer Entbindung:
Stillen schützt in den ersten sechs Monaten zu mehr als 90 Prozent vor einer Schwangerschaft, falls das Kind regelmäßig alle vier bis fünf Stunden gestillt wird. Ein gut angepasstes Diaphragma oder IUP sind später u. U. sinnvoller als die Pille. Während des Stillens kommt als hormonelles Verhütungsmittel nur eine Minipille in Frage, da sie keine Milchfluss hemmenden Östrogene, sondern nur Gestagene enthält.
Frauen ab 40 bis nach der Menopause:
Viele Frauen ab 40 machen gute Erfahrungen mit einem Diaphragma oder einer Portiokappe.
Für alle gilt:
Das Kondom ist das beste Mittel, um eine Infektion zu verhüten.


