Ihre Suche

Die Fruchtbarkeit fördern



Bisher gibt es keine alternativen Methoden zur Erfüllung eines Kinderwunschs, die sich als verlässlich wirksam erwiesen hätten.

Manche Frauen haben nach einer homöopathischen Behandlung ihr Wunschkind bekommen, andere nach Akupunktur. Als ergänzende Methoden können Alternativen versucht werden - als alleinige Hilfe reichen sie meist nicht:
  • Natürliche Familienplanung (NFP)
  • Hormontherapie
  • Künstliche Befruchtung

Natürliche Familienplanung (NFP)



Die NFP ist nicht nur eine wirksame Verhütungsmethode, sondern auch eine Strategie zum Schwangerwerden. Einziger Unterschied: Genau in den fruchtbaren Tagen sollte möglichst oft der ungeschützte Geschlechtsverkehr stattfinden. Günstig ist vor allem der Tag vor dem Eisprung, denn dann haben die Spermien einen Tag Zeit, um das Ei zu befruchten.
Die Chancen auf eine Schwangerschaft lassen sich verbessern, indem man in der Woche vor den fruchtbaren Tagen sexuell enthaltsam ist, damit das Ejakulat mehr Spermien enthält. Männer sollten für eine uneingechränkte Zeugungskraft das Tragen enger Hosen vermeiden: Die Spermienproduktion in den Hoden benötigt niedrigere Temperaturen als der übrige Körper, deshalb ist luftige und atmungsaktive Kleidung wichtig. Stress, zu viel Alkohol und Nikotin und unzureichend behandelte chronische Krankheiten beeinträchtigen bei Männern wie Frauen die Fruchtbarkeit.

Hormontherapie



Bei Ausbleiben der ersehnten Schwangerschaft untersucht der Arzt mögliche hormonelle und allergische Ursachen.
Ergibt die Blutuntersuchung einen zu niedrigen Progesteronspiegel, der die Einnistung stört, wird dieses Hormon in Form von Tabletten oder Zäpfchen ersetzt. Auch Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) oder Wolfstrapp (Lycopus) können einen positiven Einfluss auf den Hormonspiegel haben.

Ein Ausbleiben des Eisprungs lässt sich durch die Temperaturmessung überprüfen: Steigt die Körpertemperatur nicht sprunghaft an, sondern bleibt über den gesamten Zyklus gleich, besteht Verdacht auf Ausfall des Eisprungs.

Zunächst werden auch hier Heilpflanzen eingesetzt, die zwar langsam (Einnahme über mehrere Monate), aber mild und ohne Nebenwirkungen wirken: Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) und Wolfstrapp (Lycopus) wirken beide hemmend auf den Prolaktinspiegel, Wolfstrapp bremst außerdem eine Überfunktion der Schilddrüse.

Der pharmazeutische Wirkstoff Clomifen täuscht dem Organismus wahrscheinlich einen niedrigen Östrogenspiegel vor. Darauf reagiert die Hirnanhangsdrüse mit gesteigerter FSH- und LH-Bildung und die Eireifung wird angeregt. Etwa 40 Prozent der behandelten Frauen werden danach schwanger. Clomifen lässt allerdings häufig Zysten entstehen oder mehrere Eizellen gleichzeitig reifen - mit einer Mehrlingsschwangerschaft als Folge. Im Ultraschall lässt sich dies vorher erkennen und bei mehr als zwei reifenden Eibläschen wird die Behandlung abgebrochen. Häufig treten Hitzewallungen und Bauchschmerzen als Nebenwirkung auf.

Wirkt Clomifen nicht, ist eine Hormontherapie mit FSH und LH möglich. Ist ein erhöhter Prolaktinspiegel die Ursache, hilft Bromocriptin. Zuvor müssen dann allerdings prolaktinbildende Hirntumore mit Hilfe einer speziellen Röntgenuntersuchung ausgeschlossen werden.
Meist fehlt es an den stimulierenden Hirnanhangsdrüsen-Hormonen (Gonadotropinen) . FSH kann durch Spritzen in den Muskel oder unter die Haut ersetzt werden. Zusätzlich löst das Humane Chorion-Gonadotropin (hCG) den Eisprung aus, das natürlicherweise im Mutterkuchen gebildet wird und für den Erhalt einer Schwangerschaft sorgt.

Risiken



Gonadotropine sind hochwirksame Mittel, die nicht nur einzelne, sondern oft mehrere Eibläschen zur Reifung anregen. Um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft mit mehr als zwei Kindern für Mutter und Kinder zu begrenzen, werden bei einer HCG-Therapie alle zwei Tage die Zahl der Eizellen durch Ultraschall überprüft. Bei mehr als zwei Eibläschen wird die Behandlung abgebrochen und ggf. eine Verhütung empfohlen.

Eine hormonelle Überstimulation kann auch zu Zystenbildungen führen, die sich durch Spannungsgefühl und Schmerzen im Unterbauch bemerkbar machen. Große Zysten von fünf bis zehn (oder mehr) Zentimetern Durchmesser können im schlimmsten Fall einreißen und in den Unterbauch bluten.

Wie alle weiblichen Geschlechtshormone verdicken auch Gonadotropine den Blutfluss und vor allem bei einer Überstimulation bedeutet das Thrombosegefahr. Auch deshalb ist die regelmäßige ärztliche Überwachung der Behandlung unerlässlich.
Anzeige
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen
Anzeige
Anzeige
Anzeige