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Lust ist alterslos



Die Fähigkeit zur Lust ist allen Menschen in jedem Alter gegeben. Lebenserfahrung, Selbstbewusstsein und Neugierde sind eine gute Basis für zufrieden stellende Sexualität in allen Lebensjahren " und damit auch für ein gesundes Leben.

Schon der Säugling saugt zufrieden an der Brust oder lutscht vergnügt an seinen Zehen. Kleinkinder quietschen entzückt, wenn sie gekrabbelt und gekitzelt werden. Kinder aller Altersstufen genießen liebevolle Zärtlichkeit. Sie entdecken sich selbst, wenn sie an und mit ihrem Körper, auch an Vulva und Penis, spielen. Doch das hat nichts mit der Sexualität von Erwachsenen zu tun: Denn Sexualität als gezielte gegenseitige Erregung zur geschlechtlichen Vereinigung ist ihnen physisch und psychisch fremd. Die hormonelle Situation ist bei Mädchen wie Jungen ähnlich, die sexuellen Bedürfnisse daher auch "neutral". Die Konfrontation mit sexuellen Bedürfnissen von Erwachsenen überfordert und traumatisiert Kinder deshalb.

Erst mit der Pubertät entwickelt sich sexuelle Lust. Durch die hormonelle Umstellung reifen die Geschlechtsorgane und auch die emotionalen Bedürfnisse nach körperlicher Vereinigung. Bei Jungen und Mädchen steigen die Spiegel der "weiblichen" Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen sowie des "männlichen" Testosteron. In der Pubertät wachsen bei Mädchen etwa zwischen 8 und 13 Jahren und Jungen ab ca. 12 Jahren unter dem Einfluss von Testosteron Scham- und Achselhaar, beim Jungen sprießt ab ca. 14 Jahren der erste Bartwuchs.

Mädchen und Jungen leiden in der Pubertät gleichermaßen an den Folgen der beträchtlichen hormonellen Umstellungen: Die Stimmung schwankt stark und die Haut reagiert mit vermehrter Schweißbildung. Pickel sind vor allem die Folge wechselhafter Testosteronspiegel.

Die Empfindsamkeit während der Pubertät beruht auf Verwirrung und Unsicherheit über die körperlichen wie psychischen Veränderungen. Unbefangene Neugier am "neuen" eigenen wie anderen Geschlecht spielt jetzt noch eine große Rolle. Das Sammeln von Erfahrungen, Entdecken und Ausprobieren sind besonders wichtig.

Dabei stehen Neugier und Lust, aber auch Angst vor Schmerz, Verletzungen oder einer unerwünschten Schwangerschaft bei jugendlichen Mädchen dem bisweilen "ungehemmtem" Bedürfnis nach Sex bei gleichaltrigen Jungen gegenüber. Diese Konfliktsituation gibt es auch bei Erwachsenen noch.

Bei Erwachsenen hat sich der Hormonstatus stabilisiert, die Sexualität ist gereift. Sie wissen bereits Vieles über ihren Körper und die eigenen Gefühle. Deshalb haben Erwachsene auch konkretere Vorstellungen von ihren sexuellen Bedürfnissen und den für sie geeigneten Weg zur Befriedigung. Allerdings lieben und erleben Frauen die Sexualität anders als Männer.

Die Wechseljahre bedeuten für die Frau erneut eine beträchtliche physische wie psychische Lebensumstellung. Für viele Frauen ist die Zeit nach der Menopause aber sexuell eine Befreiung: keine Angst mehr vor unerwünschter Schwangerschaft und keine menstruelle Beeinträchtigung der Sexualität mehr. Jetzt können sie ihren erotischen Wünschen jederzeit nach Lust und Laune nachgeben. Es kommt nur darauf an, wie man mit den körperlichen und seelischen Veränderungen bei Frau wie Mann umgeht - denn die Lust erschöpft sich nicht allein im Geschlechtsakt.

Mit zunehmendem Alter tritt zwar die sexuelle Befriedigung hinter die Bedürfnisse nach vertrauensvoller und zuverlässiger Partnerschaft zurück. Doch ist niemand "zu alt" für zärtliches Beisammensein.
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