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Was Männer erleben



Männer sind intensiver und schneller als Frauen bereits von Phantasien und Bildern erregbar. Allein der Anblick eines begehrenswerten Menschen sorgt bei vielen für ein sexuelles Lustempfinden.

In der Erregungsphase strömt Blut aus den Beckenvenen in die Schwellkörper des Penis und lässt das Glied größer, fest und steif werden. Die Vorhaut zieht sich dabei zurück und die empfindsame Haut der Eichel liegt frei. Die Eichel gilt als das Lustzentrum des Mannes, doch auch beim Mann gibt es eine Art "G-Punkt": Hinter den Hoden, im Bereich des Dammes, lässt sich von außen oder vom Darm her die Prostata fühlen. Sie zu massieren löst intensive Lustgefühle aus " ähnlich wie bei der Frau am "G-Punkt".

Die dünne Muskelschicht des Kremastermuskels, der die Hoden einhüllt, zieht sich bei Erregung zusammen, spannt sich und zieht die Hoden an den Körper. Dieser reflexhafte Muskelreiz kann durch Streicheln der Innenseite der Oberschenkel ausgelöst und verstärkt werden.

Kurz vor dem Orgasmus ziehen sich Kremastermuskel und Beckenboden rhythmisch zusammen und beim Höhepunkt wird schließlich die Samenflüssigkeit stoßweise ejakuliert. Danach schwillt das Glied in der Rückbildungphase, die kürzer ist als bei der Frau, allmählich wieder ab. Der Zeitraum bis zur nächsten Erektion ist unterschiedlich lang: bei jüngeren Männern oft nur wenige Minuten, bei älteren bis zu mehreren Tagen.

Manche Männer begreifen ihre Lust als Trieb, der ungesteuert abläuft und unbedingt durchgesetzt, also befriedigt werden muss. Eine solche Haltung grenzt ihre sexuellen Möglichkeiten aber ein. Die Liebeskunst vieler Kulturen lehrt gerade die Zurückhaltung, das Hinauszögern oder sogar das völlige Enthalten der Ejakulation als besonders befriedigend. Auch hier gilt: Jeder wird seine persönliche Form der Sexualität finden, Varianten ausprobieren und dabei kennen lernen, was ihm alleine oder zu zweit besonders gefällt.
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