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Probleme mit der Lust?



Grundlegende Versagensängste sind hartnäckige Ursachen für Probleme beim Sex, denen Frau und Mann auf den Grund gehen sollten. In einer ausgewogenen Partnerschaft lassen sich meist auch sexuelle Probleme miteinander klären.

Doch wenn lustloser Sex Ausdruck einer Beziehungsstörung ist, gilt es zunächst das Problem im Miteinander aufzuspüren. Falls das im Alleingang, zu zweit oder mithilfe vertrauter Menschen nicht gelingt, kann eine psychotherapeutische Beratung wertvolle Hilfe leisten.

Die sexuelle Genussfähigkeit ist auch sehr empfindlich gegenüber physischen Einflüssen: Anhaltender Stress und Krankheit können so viel Energie rauben, dass für eine erfüllte Sexualität nichts mehr übrigbleibt. Mangelndes Lustempfinden ist in solchen Situationen absolut normal und erfreulicherweise meist vorübergehend.

Probleme bei Frauen


Lustlosigkeit, mangelnde Libido oder fehlende Erregbarkeit (Frigidität), das Ausbleiben des Orgasmus (Anorgasmie) und der Rückzug von der Sexualität (Anhedonie), der mit Schmerzen beim Sex bis hin zur Scheidenverkrampfung (Vaginismus) einher gehen kann. Gilt es als Makel oder Unfähigkeit? Der Übergang zwischen solchen Problemen kann fließend sein.

Aber auch das Gegenteil, der ständige Partnerwechsel, kann eine sexuelle Störung sein. Männer erlauben es sich in der Regel eher als Frauen, aus Lust am Abenteuer, Langeweile oder aus einem Gefühl zu enger Nähe eine Beziehung zu beenden und schnell Neues zu probieren. Meist stehen unbewusste Bindungsängste oder Minderwertigkeitsgefühle hinter dieser Flucht vor tieferer Berührung.

Die Ursachen sexueller Störungen und Probleme sind vielfältig:
  • innere Hemmungen, sich gegenüber anderen zu öffnen
  • Angst vor körperlichen und seelischen Verletzungen
  • bedrückende Erfahrungen mit Demütigung
  • Missbrauch oder Vergewaltigung

Doch nicht nur eine demütigende Opfersituationen kann Schwierigkeiten hervorrufen: Zur Sexualität gehört bei Männern und Frauen nicht nur die Fähigkeit zur Hingabe, sondern auch die Lust am "Draufgängertum". Das entspricht nicht der traditionellen Frauenrolle und kann Frauen in unbewusste Rivalitätskonflikte mit Männern bringen.

Die Folge können innerer Rückzug mit Lustlosigkeit oder ein Sich-Verschließen bis zum körperlichen Symptom (z. B. Vaginismus) sein. Viele Frauen neigen dazu, die Probleme der Partnerschaft ausschließlich sich zuzuschreiben. Keine Lust zu haben oder den Mann impotent zu erleben, führen sie auf eigene Unfähigkeit zurück, statt gemeinsam nach Ursachen zu suchen.

Probleme bei Männern


Vor allem Männer, die ihre Männlichkeit am körperlichen Funktionieren messen, haben oft große Angst vor Störungen der Lust. Doch ist es völlig normal, dass alle Männer " ob jung oder alt - nicht bei jedem sexuellen Kontakt ihre maximale Potenz zeigen. Wenn aber die Angst vor Impotenz groß ist und die Kränkung über das vermeintliche "Versagen" ebenso, kann genau dieser Druck die Lust ernsthaft beeinträchtigen.

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) haben meist solche psychischen Ursachen. Medikamentöse oder mechanische Hilfen (Potenzmittel) sind deshalb nur in wenigen Fällen wirklich notwendig und können mitunter sogar gefährlich werden. Deshalb sollten Erektionsstörungen unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Doch auch körperliche Gründe können dazu führen, dass das Glied nur zögernd anschwillt und nicht so steif wird, wie gewohnt. Vor allem das fortschreitende Alter des Mannes macht sich dabei bemerkbar: Schon ab einem Alter von 30 Jahren lassen Lust und körperliche Potenz zunächst unmerklich, später spürbarer nach. Ursache sind hauptsächlich zunehmende Ablagerungen in den Blutgefäßen und in späteren Jahren der sinkende Testosteronspiegel.

Auch körperliche Krankheiten, wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes) können die körperlichen Funktionen beeinträchtigen.

Erst, wenn weder körperliche noch seelische Stimulationen zur Erregung und Erektion führen, spricht man von Impotenz. Dazu gehört auch die Unfähigkeit zum Samenerguss.

Sterilität hat, wie bei der Frau, auch beim Mann mit der Lustempfindung und Potenz gar nichts zu tun. Dieser Begriff bedeutet beim Mann, keine oder zu wenige befruchtungsfähige Spermien zu haben und deswegen unfruchtbar zu sein.
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