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Beruf



Gerade Frauen haben es schwer, in einem Alter über 50 noch (oder wieder) den Einstieg in einen Beruf zu finden, insbesondere ohne Berufserfahrung vor der Kinderpause. Für "Nur-Mütter" entsteht nach dem Weggang der Kinder und ohne zukünftige Aufgaben dann oft eine (deprimierende) Leere.

Auch aus diesem Grund bleiben heute viele Mütter berufstätig und setzen sich einer Mehrfachbelastung aus. Andererseits ist der Beruf auch ein Betätigungsfeld, das ganz andere Herausforderungen als die Erziehungsarbeit bedeutet und gerade deshalb auch interessant ist. Die Doppelbelastung ist aber kraftraubend und hinterlässt ihre Spuren: Viele berufstätige Frauen fühlen sich in den Wechseljahren deshalb ausgebrannt.

Doch gerade Hausfrauen verfügen über zahlreiche wertvolle Fähigkeiten in Organisation, Kosten- und Terminüberwachung, Menschenführung, handwerkliches Geschick und Erfahrungen in Krankenpflege. Es gilt, diese Fähigkeiten auch nach außen zu vertreten. Bescheidenheit ist in diesem Fall keine Zier. Eine Auflistung der eigenen Stärken führt oft zu erstaunlichem Selbstbewusstsein und Offenheit gegenüber "fremden" Bereichen, also dem "Sprung ins kalte Wasser", hat oft Erfolg.

Inzwischen gibt es für Frauen, die wieder in den Beruf einsteigen möchten, spezielle Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme, die z. T. vom Arbeitsamt unterstützt werden. Wer nach Jahren der Vollzeitbeschäftigung allmählich "kürzer treten" möchte, sollte sich unbedingt beim Sozialversicherungsträger nach den Rentenanwartszeiten erkundigen. Bei unbedachter Arbeitszeitverkürzung können sich sonst empfindliche Rentenkürzungen ergeben. Frauenberatungsbüros bieten speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnittene Beratungen, Geldanlagemöglichkeiten und Versicherungen an.
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