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Die Schwangerschaft im Überblick

9.-12. Woche



Mutter:



Allmählich pendeln sich die körperlichen Veränderungen ein. Durch weniger starke Hormonschwankungen leiden Sie weniger an Übelkeit. Der Bauch beginnt sich zu runden, die Frauen nehmen zu und fühlen sich allmählich "richtig schwanger".
Die nächste Ultraschalluntersuchung steht an.

Kind:



Der Embryo ist jetzt etwa so groß wie eine Weinbeere und sieht schon wie ein kleiner Mensch aus. Alle Organe sind vorhanden, die knorpelweichen Knochen schimmern durch Haut und Muskulatur, Nägel wachsen an Fingern und Zehen und die Geschlechtsorgane werden erkennbar.

Das Kind lässt sich im Fruchtwasser treiben. Es dehnt sich zwischendurch und zieht sich mit Muskelkraft wieder ruckartig zusammen und kann Hände und Füße bewegen. Durch dieses erste "Training" werden die Muskeln zum Wachstum angeregt. Der Embryo kann auch schon die Stirn runzeln und seinen Mund zum Schlucken öffnen.

Eins, zwei, drei - ganz viele?



Für die meisten Eltern ist es zunächst ein Schreckmoment, wenn im Ultraschall zwei oder mehr Kinder zu sehen sind. Doch bei Zwillingen droht nicht zwangsläufig eine gesundheitliche Gefahr.

Ein einzelnes Kind hat im Uterus reichlich Platz. Die Muskulatur der Gebärmutter ist durch ihre besonderen scherengitterartig verschränkten Muskelfasern extrem dehnbar. Zwei Kinder können sich auch noch ganz gut in der Gebärmutter entwickeln.
Bei drei oder gar noch mehr Kindern wird es zu eng. So kommt es bei Mehrlingen meist zu vorzeitigen Wehen und einer Frühgeburt vor der 36. Woche.

Eineiige Zwillinge (etwa ein Drittel aller Zwillinge) entstehen zufällig aus einer befruchteten Eizelle, die sich in zwei einzelne und voneinander unabhängige Zellen teilt, aus denen dann zwei Kinder heranwachsen. Eineiige Zwillinge haben den gleichen Chromosomensatz, das gleiche Geschlecht und eine gemeinsame Plazenta.

Zweieiige Zwillinge entstehen aus zwei verschiedenen Eizellen, die von zwei verschiedenen Samenfäden befruchtet wurden. In manchen Familien kommen zweieiige Zwillinge gehäuft vor und auch mit zunehmendem Alter der Eltern.
Doch die meisten Mehrlingsgeburten sind heute eine Folge von vorangegangenen Hormontherapien. Nach In-vitro-Fertilisation (künstlicher Befruchtung) sind Mehrlinge die Regel.

Zweieiige Zwillinge sind eigentlich ganz "normale" Geschwister: Sie können sehr verschieden aussehen und unterschiedlichen Geschlechts sein, denn ihre Chromosomensätze sind nicht die gleichen. Zweieiige Zwillinge haben jeweils eine eigene Plazenta.
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