Bluthochdruck in der Schwangerschaft mit erhöhter Eiweißausscheidung im Urin (Präeklampsie = EPH-Gestose)
Nicht oder zu spät behandelt ist diese Erkrankung auch heute noch ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild, das mit einer erhöhten Sterberate von Mutter und Kind einhergeht. Besonders gefürchtet ist dabei ein generalisierter Krampfanfall (ähnlich einem epileptischen Anfall). Dieses Krankheitsbild kann bei völlig gesunden Frauen in der zweiten Schwangerschaftshälfte plötzlich auftreten. Genauso kann es sich auch bei einer bereits bestehenden Blutdruckerhöhung, Nierenerkrankung oder Erkrankungen, die mit einer Gefäßveränderung einhergehen (z. B. Zuckerkrankheit), entwickeln.
Entsteht die Präeklampsie bei einer Vorerkrankung, ist das Wiederholungsrisiko, d. h. die Gefahr, dass dieses Problem in der nächsten Schwangerschaft wieder auftritt, hoch.
Entsteht die Präeklampsie unabhängig von Vorerkrankungen, also allein auf Grund der Schwangerschaft, ist das Wiederholungsrisiko sehr gering. Von einer unabhängig von einer Vorerkrankung auftretenden Präeklampsie, sind besonders häufig Erstgebärende unter 19 Jahren oder über 34 Jahren betroffen.


