Moschusverbindungen
Industriell hergestellte synthetische Moschusverbindungen werden als Ersatzstoffe für natürliches Moschus in parfümierten Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln, Weichspülern und Luftverbesserern eingesetzt. Es handelt sich um die fettlöslichen, schwer abbaubare Verbindungen Moschusxylol und -keton. Sie werden über das Abwasser in Flüsse und Seen eingetragen und gelangen auf diese Weise vor allem in Fische.
Mengenmäßig viel bedeutender als die Aufnahme über die Nahrung ist jedoch die Aufnahme über die Haut, z. B. über Kosmetika und Wasch-mittelrückstände. Über die gesundheitlichen Gefahren der synthetischen Moschusverbindungen weiß man bisher nur wenig. Seit 1994 verzichten zahlreiche Hersteller freiwillig auf die Verwendung von Moschusxylol, da es im Tierversuch die Entstehung von Leberkrebs begünstigt.


