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Lindan



Zu den Organochlorpestiziden zählt auch das Insektizid Lindan, das in der Vergangenheit in großen Mengen als Pflanzen-, Holz- und Textilschutzmittel eingesetzt wurde. Bei dessen Produktion entstehen verschiedene unerwünschte Verbindungen, die sich nicht immer vollständig vom Lindan abtrennen lassen. Diese Verunreinigungen stellen die eigentliche Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Lindan ist überall in der Umwelt nachweisbar, da es leicht verdunstet und somit durch die Atmosphäre weiträumig verbreitet wird. Es wird über die Nahrung, Atemluft und die Haut aufgenommen. Aufgrund seiner hohen Fettlöslichkeit und Stabilität wird Lindan vorwiegend im Fettgewebe, aber auch in Leber und Gehirn, gespeichert.

Für die Lindanbelastung des Menschen ist zu 85 Prozent die Nahrungsmittelzufuhr verantwortlich. Chronische Vergiftungen zeigen sich durch Krämpfe, Störungen des Bewegungsablaufes bzw. Gedächtnis- und Sehstörungen und bewirken eine Erhöhung des Leukämierisikos.
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