Die Geburtsvorbereitung
Geburtsvorbereitungskurse stehen heute nicht nur werdenden Müttern, sondern auch den Vätern offen. Hier erfahren Eltern die wesentlichen Informationen über Schwangerschaft, Geburt und Babypflege, Kinderernährung und -erziehung.
Entspannungsmethoden werden gemeinsam trainiert und mit Partnerübungen bereiten sich Mütter, und viele Väter, auf die Geburtswehen vor.
Insbesondere Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, helfen die Kurse, Unsicherheit und Ängste vor der Entbindung zu mindern, Selbstvertrauen und Zuversicht zu stärken. Aber auch für manche gestandenen Eltern sind die Partnerübungen eine gute Auffrischung ihrer Erfahrungen.
Die Kurse werden meist von Hebammen durchgeführt. Anfang des letzten Schwangerschaftsdrittels ist die beste Zeit dafür: Nah genug vor der Geburt, damit möglichst wenig vergessen wird. Aber noch weit genug vor der körperlich beschwerlicheren Phase der werdenden Mutter.
Beckenboden und Rücken stärken
Der Beckenboden und die Rückenmuskulatur sind die wichtigsten Muskelgruppen für die Frau in der Schwangerschaft. Das regelmäßige Training der folgenden Übungen, die nach der Geburt auch die Rückbildung unterstützen, macht stark für Schwangerschaft und Geburt:
- Aufrecht stehen, die Füße in doppelter Hüftbreite aufstellen. Die Zehen zeigen dabei etwas nach außen. Dann leicht in die Knie gehen. Die Hände mit gestreckten Armen auf dem Rücken verschränken und den Rücken ganz gerade mit dem Blick zum Boden nach vorne beugen. Diese Position kurz halten, dann die Hände lösen und mit einem "Katzenbuckel" langsam (!) Wirbel für Wirbel wieder aufrichten.
- In Rückenlage die Beine anziehen und die Füße fest auf den Boden stellen. Die Arme liegen parallel neben dem Körper. Jetzt langsam (!) das Gesäß heben, bis die Gesäßmuskeln fest angespannt sind. Diese Position kurz halten und dann wieder langsam (!) Wirbel für Wirbel absenken.
- In Rückenlage die Beine anziehen und die Füße fest auf den Boden stellen. Den Lendenwirbelbereich fest auf den Boden drücken, so dass kein Zwischenraum mehr zwischen Rücken und Boden ist. Jetzt die Knie etwa hüftbreit geöffnet, so weit es geht an den Körper heranziehen. Diese Position kurz halten, dann die Beine wieder aufstellen und die Lendenwirbel wieder locker lassen.
- Im Vierfüßerstand aufstellen: Die Knie stehen hüftbreit, die Hände schulterbreit . Nun Kopf und Becken mit angespannten Gesäßmuskeln Richtung Bauch einrollen, bis die gesamte Wirbelsäule einen "Katzenbuckel" bildet. Diese Position kurz halten und dann wieder langsam (!) Wirbel für Wirbel den Rücken gerade richten.
- Die "Gebetshaltung" einnehmen: Auf die Unterschenkel setzen, die Knie sind leicht geöffnet. Die Arme seitlich locker nach unten (bzw. hinten) hängen lassen. Den Oberkörper mit geradem Rücken so weit es geht zum Boden senken, bis das Gesicht den Boden berührt. Wer anfangs noch nicht ganz bis zum Boden kommt, kann für das Gesicht auch ein Kissen vor die Knie legen. Für Fortgeschrittene: In der gebeugten Haltung versuchen, den Po anzuheben. Diese Übung stärkt den Rücken und entlastet bei Wehen ganz besonders.


