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Diabetes mellitus wird im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, weil im Blut der Betroffenen zu viel Glukose zirkuliert. Die Ursache dafür ist ein Mangel an dem Hormon Insulin. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt und dort zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Der Diabetiker hat also gleich zwei Probleme: Seine Zellen erhalten zu wenig Nährstoffe und die im Blut erhöhte Glukose richtet auf die Dauer große Schäden an Gefäßen und Nerven an. Die Stoffwechselkrankheit ist chronisch und bleibt lebenslang bestehen. Allerdings kann durch gezielte Therapie und eine Umstellung der Lebensweise völlige Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Emfohlen:

Sport ist das Allerbeste, das Diabetiker für ihren Körper tun können. Besonders für Typ-2-Diabetiker ist es wichtig, durch regelmäßige Bewegung neuen Schwung in ihren Stoffwechsel zu bringen. Neben der positiven Wirkung auf den Zuckerhaushalt verschwindet damit auch das lästige Übergewicht, mit dem viele zu kämpfen haben. So wird nicht nur der Diabetes an der Wurzel gepackt, auch Blutfette und Bluthochdruck werden reduziert und Gelenkbeschwerden deutlich gemildert. Ausdauersportarten sind für den Stoffwechsel - und somit für den Typ-2-Diabetiker - sehr gut. Am sinnvollsten sind Sportarten mit gleichmäßigem Belastungspotential und Bewegungsablauf.

Günstige Sportarten:
  • Gymnastik
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Walking
  • Jogging
  • Radfahren
  • Skilanglauf

Nicht empfohlen:

Vermeiden Sie beim Sport kurze, heftige Belastungsintervalle. Diese können den Blutzuckerspiegel durcheinanderbringen und zu starkem Blutzuckerabfall führen.

Ungünstige Sportarten:
  • Kraftsport
  • alle Sportarten, bei denen es eher zu kurzzeitigen Spitzenbelastungen kommt

Auf was ist zu achten?
  • Sportliche Aktivitäten müssen mit dem Arzt abgesprochen werden - insbesondere bei koronarer Herzkrankheit, Folgeschäden an den Augen, diabetischen Nieren- und Nervenschäden und beim diabetischen Fuß. Der Arzt kann Sie beraten, wie sie ihren Blutzucker bei der jeweiligen Sportart am besten steuern.
  • Für Typ 1-Diabetiker und Typ 2-Diabetiker, die Insulin spritzen oder Insulin erhöhende Medikamente einnehmen, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung, falls sie ihre Therapie nicht an den erhöhten Zuckerverbrauch angleichen.
  • Bei kurz dauernder sportlicher Aktivität kann eine Korrektur über die Aufnahme zusätzlicher Kohlenhydrate erfolgen.
  • Bei länger dauernder Bewegung muss die Insulindosis reduziert und häufig zusätzliche Nahrung aufgenommen werden.
  • Blutzuckermessungen vor Beginn der körperlichen Betätigung sind in jedem Fall notwendig: Bei niedrigem Blutzucker sollte kein Sport getrieben werden.
  • Liegt der Wert unter 100 mg/dl, müssen zuerst schnell wirkende Kohlenhydrate gegessen werden.
  • Nach besonders starken körperlichen Belastungen kann noch für ein bis zwei Tage eine Dosisreduktion erforderlich sein, denn zum einen hält die verbesserte Insulinempfindlichkeit noch an, zum anderen dauert es eine gewisse Zeit, bis verbrauchte Zuckerreserven in der Muskulatur wieder aufgefüllt sind.
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