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Lexikon der Nährstoffe - Proteine



Neben den Kohlenhydraten spielen die Proteine für die menschliche Energieversorgung eine Rolle. Ihr Energiegehalt entspricht mit ca. 4 kcal pro Gramm dem der Kohlenhydrate. Doch Proteine - auch Eiweiße genannt - sind aus einem anderen Grund für den Menschen essentiell:

Sie sind aus Aminosäuren aufgebaut, stickstoffhaltige Verbindungen, von denen der Mensch einige unbedingt benötigt, um seinerseits daraus (körpereigene) Proteine aufzubauen. Von den insgesamt 20 in Proteinen enthaltenen Aminosäuren sind neun unentbehrlich und müssen für den Aufbau und Erhalt der Körpersubstanz in der Nahrung enthalten sein: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, und Valin.

Die körpereigenen Proteine nehmen im Körper wichtige Funktionen wahr, z.B. spielen sie eine Rolle bei der Immunabwehr, werden zum Aufbau von Enzymen und Hormonen benötigt und sind Bestandteile von Bindegewebe, Organen und Muskeln.

Unsere Nahrung besteht aus pflanzlichen und tierischen Proteinen, deren Gehalt an bestimmten Aminosäuren stark variiert. In der Regel ist der Bedarf an essentiellen Aminosäuren bei Vegetariern, die Milch und Eier verzehren, gedeckt. Bei strengen Veganern, bei denen Milch und Eier fehlen, müssen die Lebensmittel sorgfältig zusammengestellt werden, damit der Bedarf an unentbehrlichen Aminosäuren gedeckt wird. Die Werte für die empfohlene Proteinzufuhr bei Erwachsenen liegen durchschnittlich bei 59 g/Tag für Männer und 47 g/Tag für Frauen.
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