Lexikon der Nährstoffe - Phosphor
Phosphor bildet Verbindungen, die am Aufbau von Zellmembranen beteiligt sind und als Bestandteil von Nukleinsäuren der Erbsubstanz (DNS und RNS) fungieren. Weiterhin haben Reaktionen, bei denen Phosphor übertragen wird, eine zentrale Bedeutung für die Energieübertragung im Stoffwechsel.
Im Blut dient Phosphor als Puffer der Aufrechterhaltung des pH-Wertes und zusammen mit Kalzium ist es wichtiger Bestandteil des menschlichen Skeletts.
Phosphormangel tritt bei der üblichen Ernährung nicht auf, da Phosphor in allen Lebensmitteln vorhanden ist. Besonders proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch, aber auch Brot und Käse enthalten Phosphor. Weiterhin werden so genannte Phosphate den Lebensmitteln, z.B. als Stabilisatoren und Verdickungsmitteln, zugesetzt. Nach dem heutigen Kenntnisstand sind diese Zusätze in den erlaubten Mengen für den Menschen unbedenklich.
Phosphor wurde lange Zeit als Auslöser des hyperkinetischen Syndroms bei Kindern ("Zappelphilipp") gehandelt. Dieser Zusammenhang konnte nicht bestätigt werden. Es wird sogar vor einer phospatarmen Kost gewarnt, da es dadurch zu einer Unterversorgung mit Kalzium, B-Vitaminen und Vitamin C kommen kann.
Empfohlene Tagesdosis: 700 mg


