Lexikon der Nährstoffe - Fluor
Fluor ist ein wichtiges Spurenelement, das für die Härtung von Knochen und Zähne verantwortlich ist und so die Widerstandskraft der Zähne gegen Karies stärkt.
Besonders bei der Zahnbildung im Säuglings- und Kindesalter ist auf eine ausreichende Fluoridversorgung zu achten. Da die meisten Lebensmittel bis auf Meerestiere, Walnüsse und schwarzen Tee keine nennenswerten Fluormengen enthalten, wird im Säuglings- und Kindesalter die Gabe von Fluorid-Tabletten empfohlen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das Trinkwasser in manchen Gebieten Deutschlands bereits genügend Fluorid enthält und es zu einer Überversorgung mit Folgen für Skelett und Zahngesundheit kommen kann. Hier gilt es kritisch abzuwägen.
Eine Überdosierung von mehr als 10 mg Fluorid täglich über ein Jahrzehnt hinweg kann z. B. zu einer Skelettfluorose führen, bei der die Gelenkkapseln, Bänder und Sehnen verkalken. Die Folgen sind Schmerzen und Versteifungen im Gelenk. Ab dem schulpflichtigen Alter bietet sich fluoridhaltige Zahnpasta zur Kariesverhütung an. Als zusätzliche Maßnahme zur besseren Fluoridversorgung wird fluoridiertes Speisesalz empfohlen.
Empfohlene Tagesdosis: 3,1 - 3,8 mg


