Lexikon der Nährstoffe - Selen
Selen gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen und fungiert im Körper als Bestandteil einiger Enzyme, u.a. der Dejodasen, die für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt werden.
Darüber hinaus schützt es als Enzymbestandteil zusammen mit anderen Antioxidanzien (Radikalfängern) die Zelle vor oxidativen Schäden. Es scheint eine direkte Beziehung zwischen niedriger Selenaufnahme und dem Ansteigen der Krebssterblichkeit bzw. dem Auftreten von koronaren Herzerkrankungen zu bestehen.
Bei einseitiger, z. B. streng veganer Ernährung, kann ein Selenmangel auftreten, denn vor allem Fleisch, Fisch und Eier sind gute Selenquellen. Unter den pflanzlichen Lebensmittel sind vor allem Linsen und Spargel reich an Selen. In Gegenden mit selenhaltigen Böden, z. B. Nordamerika, tragen auch Getreide und Brot zur Versorgung bei. Eine Nahrungsergänzung mit Selen, die über die geschätzten Empfehlungen hinausgeht, bleibt umstritten. Die Wirksamkeit der Vorbeugung ist noch nicht geklärt und es kann bereits bei einer 10- bis 20-fachen Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen kommen.
Empfohlene Tagesdosis: 0,03 - 0,07 mg


