Lexikon der Nährstoffe - Chrom
Chrom ist ein essentielles Spurenelement im Kohlenhydratstoffwechsel und trägt zu einer verbesserten Insulinwirkung und infolge dessen zu einer Erhöhung der Glukosetoleranz bei. Noch steht nicht fest, auf welche Weise dies geschieht.
Fakt ist: Fehlt das lebensnotwendige Chrom, kommt es zu Störungen bei der Verwertung von Glukose und es treten Diabetessymptome auf. Chrommangelerscheinungen sind aber äußerst selten und sind bisher nur bei Patienten mit künstlicher Ernährung vorgekommen.
Besonders Chromreich sind Bierhefe und schwarzer Pfeffer. Zur Deckung des Chrombedarfs kommen aber eher die relativ hohen Chromgehalte in Rindfleisch, Eigelb, Weizenkeimen, Käse, Artischocken und Petersilie in Frage. Fisch, Früchte, sowie Milch und Milchprodukte enthalten nur geringe Mengen an Chrom.
Bei einer Überdosierung muss zwischen zwei verschiedenen Chrom-Verbindungen unterschieden werden. Die in den Lebensmitteln enthaltenen Chrom(3+)-Verbindungen sind wenig giftig und werden auch nur in geringer Menge aufgenommen. Im Gegensatz dazu gelangen Chrom(6+)-Verbindungen schnell in den Körper und besitzen neben einer allergieauslösenden sogar eine krebsauslösende (kanzerogene) Wirkung. Diese Chrom(6+)-Verbindungen sind überwiegend industriellen Ursprungs.
Empfohlene Tagesdosis: 0,03 - 0,1 mg


