Lexikon der Nährstoffe - Vitamin A
Vitamin A (Retinol) ist wichtig für den Aufbau einer gesunden Haut, stärkt die Sehkraft und schützt die Zellen vor Oxidation.
Enthalten ist es in tierischen Lebensmitteln, z. B. Fleisch, Wurst, Fett und Eigelb, wobei Schweineleber (mit 40 mg pro 100 g ein exzellenter Vitamin-A-Lieferant ist. Wer keine Leber mag, beziehungsweise auf Fleisch verzichtet, muss seinen Vitamin-A-Bedarf über den Verzehr von Gemüse decken:
In Möhren, Tomaten, Brokkoli, Spinat, also in allen kräftig rot-orange, bzw. grün gefärbtem (Blatt-)Gemüse steckt viel Beta-Karotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das bei Bedarf im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann. Für den Menschen ist es unerheblich, in welcher Form er Vitamin A bekommt. Allerdings hat Beta-Karotin gegenüber Vitamin A einen entscheidenden Vorteil:
Während Vitamin A in hohen Mengen erhebliche Nebenwirkungen zeigt, ist eine Überdosierung mit Beta-Karotin kaum möglich.
Besonders Frauen, bei denen ein Kinderwunsch besteht, und Schwangere sollten auf Leber verzichten, statt dessen verstärkt karotinreiche Säfte trinken oder viel Gemüse essen.
Beta-Karotin aus Gemüse ist leichter verwertbar, wenn gleichzeitig ein wenig Fett, z.B. Öl oder Margarine, gegessen wird. Außerdem sollten Möhren zerkleinert und kurz gedünstet werden, das steigert die Aufnahme von Beta-Karotin erheblich.
Empfohlene Tagesdosis für Erwachsene: 0,8 - 1,0 mg Äquivalente*
*) Einige Vitamine kommen in verschiedenen Formen vor, deren Wirksamkeit unterschiedlich ist. Man benutzt die Angabe in Äquivalenten, um die verschiedenen Formen vergleichbar zu machen.


