Lexikon der Nährstoffe - Vitamin H, Biotin
Vitamin H (Biotin) aktiviert als Kofaktor Enzymreaktionen, die eine zentrale Bedeutung im Stoffwechsel besitzen. Sie sind wichtig für die Glukosebildung, den Auf- und Abbau von Fettsäuren und auch beim Abbau einiger Aminosäuren.
Biotin gilt als Vitamin für Haut und Haare. Der Bedarf an Vitamin H wird durch die übliche Nahrungsaufnahme leicht gedeckt, ein zusätzliche Einnahme ist daher nicht notwendig.
Biotin findet sich in Leber und Eigelb, Haferflocken, Weizenkeimen, Nüssen, Champignons und Sojabohnen. Aber auch Tomaten, Spinat, Kartoffeln, Fisch und Getreide tragen zur Biotinversorgung bei. Biotin wird auch von den Bakterien der Darmflora gebildet, allerdings wird dieser Beitrag zur Biotinversorgung des Menschen als eher gering eingeschätzt.
Zu einem Biotinmangel mit Schwäche, Übelkeit und Depressionen kommt es nur in Ausnahmefällen, z. B. bei Menschen, die in großen Mengen rohe Eier essen. Im Eiklar ist eine Verbindung (Avidin) enthalten, die die Vitaminwirkung von Biotin aufhebt. Sobald das Ei erhitzt wird, verliert Avidin diese Fähigkeit.
Empfohlene Tagesdosis für Erwachsene: 0,003 - 0,006 mg


