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Die vom amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson Anfang der 20er Jahre entwickelte Methode geht davon aus, dass ein Mensch, der innerlich angespannt oder ängstlich ist, auch muskulär angespannt ist.

Ziel der Progressiven Muskelentspannung ist es, Spannungszustände in der Muskulatur zu lokalisieren und diese eigenständig durch bewusstes Entspannen zu beheben.

Dazu werden die Muskeln des Körpers in bestimmter Reihenfolge angespannt (ca. fünf bis sieben Sekunden) und wieder entspannt (ca. 20 bis 30 Sekunden). Das kräftige Anspannen fördert die Durchblutung der jeweiligen Muskelpartien. In der Phase der Entspannung empfindet der Übende dann strömende Wärme, Schwere und Prickeln.

Das Grundverfahren umfasst 16 Muskelgruppen, die nacheinander an- und wieder entspannt werden. Durch Zusammenfassung in sieben Muskelgruppen gelingt es bald, den Körper innerhalb von zehn bis 20 Minuten zu entspannen.


Anwendungsbereiche

Während Stresssituationen, wie Prüfungen, Verhandlungen, anstrengenden Gesprächen empfiehlt sich die progressive Muskelrelaxation. Zudem wird sie eingesetzt zur Behandlung von:
  • Nervosität,
  • Unruhe,
  • Schlafstörungen,
  • Muskelverspannungen,
  • chronischen Schmerzen und Kopfweh


Worauf Sie achten sollten
  • Bei Muskelkrankheiten kann Progressive Muskelrelaxation die Beschwerden verschlimmern.

  • Menschen, die besonders ehrgeizig sind, sollten keine starken Anspannungsübungen machen. Das kann ihren inneren Druck noch erhöhen.
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