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Heute ist es fast schon ein Statussymbol, keine Zeit zu haben. Viele Führungskräfte halten uneingeschränkte Belastbarkeit weiterhin für ein absolutes Muss.

Doch im Streben nach maximaler Leistung werden die Signale des Körpers oft verkannt: Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Angstgefühle, negative Gedanken bilden oft den Anfang weitreichender gesundheitlicher Probleme.

Obwohl das Stressempfinden von Mensch zu Mensch verschieden ist, kann die Wissenschaft belegen, dass negativer Stress ("Dysstress") neben Bewegungsmangel und falscher Ernährung ein Hauptfaktor für die akute gesundheitliche Bedrohung bei mehr als 25 Prozent aller Manager darstellt. Doch nicht nur auf der Chefetage hält der Stress zunehmend Einzug.


Weitreichende Folgen von Stress

Laut einer Studie des "Instituts für Arbeits- und Sozialhygiene" (IAS, Karlsruhe) leiden 75 Prozent der untersuchten Führungskräfte unter Rücken- und Gelenkbeschwerden, 24 Prozent unter Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen und Erschöpfungszuständen. Weitere Folgen der täglichen Belastungen sind:
  • Muskelverspannungen
  • Schmerzen
  • Bluthochdruck
  • Magen- und Darmgeschwüre
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Schwächung des Immunsystems
  • sexuelle Funktionsstörungen

Wer unter diesen Anzeichen leidet, muss sich die Frage nach dem Wert der eigenen Gesundheit stellen. Schließlich geht es um den Erhalt einer langfristigen Leistungsfähigkeit.


Entspannung kontra Stress

Es gibt verschiedene Ansätze für eine bessere Belastungsbewältigung. Erster Schritt ist eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Belastung. Mit Zeitmanagement-Techniken lässt sich Stress strategisch bekämpfen. Werden anstehende Aufgaben strukturiert, gebündelt und der Wichtigkeit nach geordnet, lässt er sich merklich reduzieren.

Da sich Stress nie ganz ausschalten lassen wird, sind begleitende Maßnahmen zur besseren Stressbewältigung erforderlich. Von Entspannungstechniken bis hin zu einem individuellen Gesundheitstraining lässt sich " auch bei wenig Zeit " für jeden ein individuelles und effektives Programm zusammenstellen. Natürlich sollten auch sportliche Aktivitäten darin enthalten sein. Dabei geht es nicht um körperliche Überanstrengung, sondern um eine Erhöhung der Vitalität durch gezielte Entspannung.

Selbst ganz einfache Dinge " wie das Genießen der kleinen Freuden des Alltags oder ein regelmäßiges und bewusstes fünfminütiges "Abschalten" " sind der Anfang vom Ausstieg aus dem gesundheitsschädigenden Kreislauf.


Auf die Dosis kommt es an

Stress hat aber auch positive Seiten. Er kann zu Höchstleistungen anspornen, etwa bei Leistungssportlern. Erst das Zuviel macht krank. Von der Herausforderung zur Überforderung ist es manchmal nur ein kleiner Schritt. Übrigens: Auch Unterforderung kann Stress erzeugen. Es ist daher wichtig, selbst herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen, und mit den persönlichen Stressoren (Stressauslösern) umzugehen.
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