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Die Basis für schönes Haar ist eine gesunde Kopfhaut. Doch das Aussehen der Haare ist auch abhängig von der richtigen Haarpflege.

Dabei werden Haartypen nach verschiedenen Kriterien eingeteilt, die sich u. a. am Zustand der Kopfhaut oder an Schäden in der Haarstruktur orientieren.


Wie ist ein Haar aufgebaut?

Ein Haar entwächst den so genannten Haarfollikeln, die in der Lederhaut oder dem oberen Unterhautfettgewebe eingebettet sind. Das Haar entsteht durch die Teilung von Zellen der durchbluteten Haarpapille, aus denen sich die drei Schichten eines Haars aufbauen: das innere Mark, die schützende äußerste Schuppenschicht und die dazwischenliegende Rinde. Die neugebildeten Rindenzellen lagern zunehmend das Eiweiß Keratin ein und verleihen dem Haar seine Stabilität. Am Ende des Haarkanals liegt eine Talgdrüse, die das Haar fettet und wasserabweisend macht.

Normalerweise durchläuft das Haar drei Phasen bevor es ausfällt:
  • In der Wachstumsphase teilen sich die Zellen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

  • In der Übergangsphase, in der sich die Zellproduktion verlangsamt, befinden sich die Haare drei bis vier Wochen.

  • In der Ruhephase zieht sich der Haarfollikel (Teil der Haarwurzel) zusammen und wandert in Richtung Hautoberfläche. Schließlich fällt das Haar aus (50 bis 100 Haare täglich sind normal).


Welche Pflege für welchen Haartyp?

Folgende Haartypen werden unterschieden:
  • Normales Haar

    Normales Haar glänzt. Die äußerste Schuppenschicht ist intakt, die Talgdrüsen fetten das Haar ausreichend. Es sollte ein- bis zweimal die Woche gewaschen werden. Das Shampoo sollte einen leicht sauren pH-Wert haben, damit der Schutzfilm der Haut nicht zerstört wird. Fast alle erhältlichen Shampoos enthalten neben waschaktiven Substanzen diverse Zusatzstoffe, die Schäden am Haar notdürftig beheben, indem sie Strukturlücken auffüllen oder die Wirkung der schädlichen UV-Strahlen abschwächen. Viele Shampoos und Spülungen enthalten fettende Stoffe und "Conditioner", die eine elektrische Aufladung des Haars vermindern und bewirken, dass sich das nasse Haar besser kämmen lässt. Bei feinem Normalhaar sollte auf solche Zusätze verzichtet werden, da sie das Haar unnötig beschweren und mechanisch belasten.


  • Trockenes Haar

    Trockenes Haar glänzt nicht. Es ist spröde und sondert trockene Schuppen ab. Die Funktion der Talgdrüsen kann eingeschränkt sein, wodurch die Schuppenschicht aufraut und vermehrt geschädigt wird. Es sollte ca. zweimal wöchentlich mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo mit rückfettenden Zusätzen gewaschen werden. Zudem empfehlen sich regelmäßige Haarkuren, die das Haar zusätzlich schützen. Die Haare sollten nach Möglichkeit nicht durch Färben oder Dauerwellen belastet werden.


  • Strapaziertes Haar

    Strapaziertes Haar ähnelt trockenem Haar, weil es durch die Einwirkung von Sonne oder Dauerwellen schwer geschädigt ist. Es sollte wie trockenes Haar, aber mit besonders milden Shampoos behandelt werden, um weitere Schädigungen der Haare zu vermeiden.


  • Fettiges Haar

    Fettiges Haar wirkt ölig, schuppt und klebt, weil die Talgproduktion stark erhöht ist. Es sollte täglich gewaschen und die Kopfhaut massiert werden, damit die Haare nicht nachfetten. Hier empfehlen sich spezielle Spülungen, die ein schnelles Nachfetten des Haares verhindern. Es sollte schonend an der Luft getrocknet werden.


  • Schuppen

    Schuppen sind ein häufiges Problem. Sie sind entweder ein Symptom für das so genannte seborrhoische Ekzem, das ärztliche Behandlung braucht, oder einfach abgestorbene Fetzen der Kopfhaut, die sich in den Haaren verfangen. Zum Waschen sollte ein mildes Shampoo genommen werden. Die Kopfhaut sollte beim Haarewaschen nur wenig massiert werden, da sonst die Talgdrüsen stärker arbeiten. Gut geeignet sind Spezialshampoos mit so genannten Keratolytika. Wichtig ist, das Shampoo gründlich mit nicht zu warmem Wasser auszuspülen und die Haare möglichst an der Luft zu trocknen.
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