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Die richtige Zahnpflege sorgt dafür, dass Zähne und Zahnersatz möglichst lange halten. Deshalb sollten die Zähne mindestens zweimal täglich, am besten jedoch nach jeder Mahlzeit, geputzt werden.

Dabei spielen neben der richtigen Systematik und Technik des Zähneputzens auch Dinge wie die Art der Zahnbürste oder eine Prophylaxe mit Fluoriden eine entscheidende Rolle bei der Verhütung von Karies- und Zahnfleischerkrankungen.


Die richtige Zahnbürste

    * Handzahnbürsten sollten einen kurzen Kopf mit einem geraden, kleinen Borstenfeld (mittel bis hart) haben, um so auch schwer zugängliche Ecken und Winkel zu erreichen. Gute Zahnbürsten haben mittelharte und in Büscheln angeordnete Borsten aus Kunststoff. Naturborsten sind nicht zu empfehlen, da sie innen hohl und dadurch Bakterienträger sind. Ebenso raten Zahnärzte von zu harten Borsten ab, da diese an den freiliegenden Wurzelhälsen Schaden anrichten können: Bei falscher Putztechnik bilden sich schnell keilförmige Vertiefungen am Zahnfleischsaum. Etwa alle zwei Monate sollte die Zahnbürste gewechselt werden, da die Borsten verbraucht sind und ihre ausgefransten Enden das Zahnfleisch verletzen können.

    * Elektrische Zahnbürsten erleichtern das Putzen der Zähne. Die Kauflächen der Backenzähne werden durch die kleinen rotierenden Bürstenköpfe optimal gereinigt. Auch winzige Spalten in der Zahnoberfläche werden durch die Drehbewegungen der Bürste erreicht. Außerdem sind elektrische Zahnbürsten gut geeignet, um Kinder an regelmäßiges Zähneputzen zu gewöhnen, da sie den Spieltrieb befriedigen.


Interdentalbürsten

Interdentalbürsten, auch als Zahnzwischenraumbürsten bezeichnet, sind kleine einbüschelige Spiralbürsten. Sie sind besonders gut zur Reinigung von großen Zahnzwischenräumen und Brückengliedern geeignet. Zu kräftiges Putzen mit der Interdentalbürste führt jedoch zu Schäden an den Zähnen im oberen Zahnwurzelbereich.


Zahnseide

Zahnseide ist ein gutes und wichtiges Pflegemittel zwischen den Berührungspunkten (Kontaktpunkten) der Zähne im normalen Gebiss: Man führt einen Textilfaden (gewachste, mit Teflon beschichtete oder unbehandelte Zahnseide) über die beiden Daumen und reinigt mit dem gespannten Teil mindestens einmal wöchentlich jeden Zwischenraum.


Zahnpasta

Wichtigste Bestandteile der Zahnpasta sind wasserbenetzende Mittel (Tenside, die zum Schäumen führen und dafür sorgen, dass der Speichel nicht direkt die Zahnpasta wegspült) sowie Polierstoffe. Sie lösen Zahnbeläge und polieren gleichzeitig die Zahnoberfläche. Außerdem sollte eine Zahnpasta Fluoride als karieshemmende Substanzen enthalten. 70 Prozent der erhältlichen Zahnpasten besitzen einen Fluoranteil von 0,1 bis 0,15 Prozent. Kinderzahnpasten sind höchstens 0,025 Prozent Fluor zugesetzt. Werden die Zähne täglich mit Fluor-Zahnpasta gereinigt, wird eine Kariesreduktion von etwa 20 Prozent erreicht.


Die richtige Putztechnik

Am wichtigsten ist eine ausgiebige Zahnreinigung nach den Mahlzeiten und dem Genuss süßer Getränke. Drei bis fünf Minuten sind ausreichend. Bei Zwischenmahlzeiten kann ersatzweise ein Pflegekaugummi benutzt oder der Mund mit einer Zahnspüllösung gereinigt werden. Wenn sich die Zähne rau anfühlen, kann harter Belag durch sanftes trockenes Vorputzen ohne Zahncreme beseitigt werden.

Entscheidend beim Putzen ist, dass die Zahnbürste in einem Winkel von etwa 45 Grad auf die Zahnfläche gesetzt wird. Dann sollte von rot nach weiß, also vom Zahnfleisch weg in Richtung Zahn geputzt werden. Auf keinen Fall geeignet ist horizontales Schrubben: Die Zähne werden nicht sauber und nur das Zahnfleisch wird gereizt. Der Anpressdruck beim Putzen sollte gering sein. Sonst biegen sich die Büschel der Zahnbürste um und das Putzen verliert seine Wirkung. Zudem schädigt zu festes Drücken das Zahnfleisch und die Zahnhälse. Ein sicheres Zeichen für einen zu festen Anpressdruck ist der "verbogene" Anblick des Bürstenkopfes nach ein- bis zweiwöchigem Gebrauch.
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