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Diabetes Typ 1: Künstliche Bauchspeicheldrüse als Therapiehelfer

Cambridge/Großbritannien (mp). Eine Art künstliche Bauchspeicheldrüse könnte für Diabetiker eine wesentliche Erleichterung darstellen. Dem Einsatz des Kunstorgans bei Diabetikern Typ 1 sind jetzt Wissenschaftler vom Institute of Metabolic Science an der University of Cambridge und dem dort ansässigen Addenbrooke's Hospital einen wesentlichen Schritt näher gekommen.

Bei der künstlichen Bauchspeicheldrüse handelt es sich um ein System mit geschlossenem Regelkreislauf, das Blutzuckermessung und Insulinpumpe miteinander kombiniert. Bei sich ändernden Blutzuckerwerten gibt es Insulin ab. An der Entwicklung eines solchen Systems forschen Wissenschaftler schon länger, nun ist erstmals in einer Studie belegt worden, das es gut funktioniert.

Die Cambridge-Forscher versorgten 17 zuckerkranke Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren in 33 Nächten mit der künstlichen Bauchspeicheldrüse, in 21 Nächten mit der herkömmlichen Pumpentherapie. Es zeigte sich, das mit dem automatischen System die Blutzuckerwerte über 60 Prozent der Zeit im Zielbereich lagen, bei herkömmlicher Therapie nur zu 40 Prozent. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist laut der Fachzeitschrift "The Lancet" die nächtliche Versorgung mit der künstlichen Bauchspeicheldrüse ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Ganzzeitversorgung.

Der Diabetes Typ 1 ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter, wobei sich das Auftreten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Kinder und Jugendliche benötigen eine lebenslange Insulinbehandlung, die die Blutzuckerkontrolle so unter Kontrolle hat, langfristige Komplikationen zu vermeiden.

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