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Umfrage: Verärgerung wegen Zusatzbeiträgen

Köln (mp). Über die Erhebung von Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkassen zeigen sich 90 Prozent der Versicherten verärgert. Verantwortlich für die zusätzlichen Kosten werden von 36 Prozent der Versicherten vor allem eine falsche Weichenstellungen der Gesundheitspolitik gemacht. 28 Prozent der Krankenversicherten sind der Meinung, das schlechte Wirtschaften der Krankenkassen sei der Grund dafür, 20 Prozent sehen die Schuld in den zu hohen Preisen der Arzneimittelhersteller. Das geht aus der Umfrage "Health Care Monitoring 2010" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG unter 800 Krankenversicherten hervor. Demnach glauben nur acht Prozent der Befragten, dass die Zusatzbeiträge verursacht wurden durch Patienten, die zu viele Leistungen in Anspruch genommen haben.

Die meisten betroffenen GKV-Mitglieder haben erst in den letzten Wochen und überwiegend über die Medien erfahren, dass ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag einführen will, weil sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommt. Lediglich jeder vierte Versicherte wurde durch ein Schreiben seitens der Krankenkasse darüber informiert. Die Kommunikation ihrer Krankenkasse zum Thema Zusatzbeiträge beurteilen über 60 Prozent aller GKV-Mitglieder insgesamt nur als mittelmäßig oder sogar als ausgesprochen schlecht.

Die Einführung von Zusatzbeiträgen könnte die Wechselbereitschaft zu einer anderen Krankenkasse beflügeln. Bereits jetzt stellt die Einführung von Zusatzbeiträgen den mit Abstand am häufigsten genannten Grund für Wechselgedanken der Versicherten dar (61 Prozent), mit Abstand gefolgt vom Wunsch nach einem besseren Leistungsangebot (39 Prozent) und einem besseren Service (21 Prozent).

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mp Köln - Über die Erhebung von Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkassen zeigen sich 90 Prozent der Versicherten verärgert. Verantwortlich für die zusätzlichen Kosten wird vor allem eine falsche Weichenstellungen der Gesundheitspolitik gemacht.
© Hans Peter Reichartz/Pixelio.de
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