Zertifizierte Krebskliniken versorgen Patienten meist besser
Neu-Isenburg (mp).
Brustkrebspatientinnen sind in zertifizierten Behandlungszentren anscheinend besser aufgehoben als in anderen Krankenhäusern. Die Überlebensrate nach fünf Jahren liegt in ausgezeichneten Kliniken um etwa fünf Prozent höher als in nicht zertifizierten Einrichtungen. Darauf hat laut der "Ärzte Zeitung" Professor Rolf Kreienberg aus Ulm beim Deutschen Krebskongress in Berlin hingewiesen.
Vor allem brusterhaltende Therapien und Wächterlymphknoten-Untersuchungen im Frühstadium gelingen in den bislang 195 nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustkrebszentren leitliniengerecht. Im Jahr 2008 wurden knapp 48 300 Frauen in solchen Zentren behandelt. Das entspricht einer Quote von 84,4 Prozent aller Brustkrebspatientinnen; im Schnitt wurden 248 Frauen pro Zentrum behandelt.
Aufgrund der guten Patientenversorgung in solchen ausgewiesenen Kliniken ist vor dreieinhalb Jahren auch im Bereich Darmkrebs eine Zertifizierung von Krankenhäusern eingerichtet worden. "Inzwischen haben wir 140 Darmkrebszentren in Deutschland, die 22 Prozent der Patienten behandeln", sagte Professor Wolf Schmiegel aus Bochum. Allerdings lasse in vielen Einrichtungen die Prozessqualität noch zu wünschen übrig, wie erste Auswertungen zeigten. So werde etwa eine perioperative Radiochemotherapie bei Rektumkarzinompatienten im Stadium II/III nur von wenigen Zentren vorgenommen, obwohl die Behandlung in den Leitlinien empfohlen wird. Hier müsse sich in der Folge noch einiges verbessern.
Vor allem brusterhaltende Therapien und Wächterlymphknoten-Untersuchungen im Frühstadium gelingen in den bislang 195 nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustkrebszentren leitliniengerecht. Im Jahr 2008 wurden knapp 48 300 Frauen in solchen Zentren behandelt. Das entspricht einer Quote von 84,4 Prozent aller Brustkrebspatientinnen; im Schnitt wurden 248 Frauen pro Zentrum behandelt.
Aufgrund der guten Patientenversorgung in solchen ausgewiesenen Kliniken ist vor dreieinhalb Jahren auch im Bereich Darmkrebs eine Zertifizierung von Krankenhäusern eingerichtet worden. "Inzwischen haben wir 140 Darmkrebszentren in Deutschland, die 22 Prozent der Patienten behandeln", sagte Professor Wolf Schmiegel aus Bochum. Allerdings lasse in vielen Einrichtungen die Prozessqualität noch zu wünschen übrig, wie erste Auswertungen zeigten. So werde etwa eine perioperative Radiochemotherapie bei Rektumkarzinompatienten im Stadium II/III nur von wenigen Zentren vorgenommen, obwohl die Behandlung in den Leitlinien empfohlen wird. Hier müsse sich in der Folge noch einiges verbessern.





