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Wohnen im Alter: Klare Vorstellungen - späte Information

Potsdam (mp). Mit dem Thema "Wohn- und Pflegeangebote" beschäftigen sich die Menschen in Deutschland erst im Bedarfsfall. Trotz ihrer klaren Erwartungen ist dieser Zeitpunkt meist zu spät, um das zu bekommen, was gewünscht wird. Laut einer Umfrage der brandenburgischen Verbraucherzentrale, der AWO sowie der AOK Berlin-Brandenburg wollen Betroffene vor allem möglichst aktiv und selbstbestimmt leben. "Verbraucher sollten sich schon vor Eintreten des Pflegebedarfs ohne Handlungsdruck beraten lassen, um sich dann im Pflegefall zügig für ein geeignetes Angebot entscheiden zu können", betont Juristin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Angesprochen wurden bei der Umfrage Pflegebedürftige und deren Angehörige, aber auch Nicht-Betroffene. Demnach orientieren sich die Befragten auf der Suche nach einem Platz im Seniorenheim an der Wohnortnähe, einer guten medizinischen Versorgung und Qualität der Pflege. Darüber hinaus sind die Heimplatzkosten von entscheidender Bedeutung. Auch im Seniorenheim wollen Pflegebedürftige ihre Individualität wahren, legen beispielsweise Wert auf ein Einzelzimmer mit Sanitärbereich und eigene Möbel. Bei der Versorgung wie beim Speisen hingegen nimmt man gern Gemeinschaftsangebote in Anspruch. Besonders wichtig sind den Befragten zudem Beschäftigungsangebote und kulturelle Veranstaltungen, die sie beweglich und geistig fit halten. Daher bevorzugen sie Einrichtungen in zentraler Lage mit Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und guter Erreichbarkeit.

Um die eigenen Wünsche für die Wohn- und Pflegesituation im Alter erfüllen zu können, sollte man sich rechtzeitig über die Möglichkeiten und Kosten informieren. Eine unabhängige persönliche Beratung zum Wohnen im Alter und zur Pflege bieten unter anderem die Verbraucherzentralen im gesamten Bundesgebiet an.

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