Junge Mütter: Sie stillen seltener und entbinden häufiger per Kaiserschnitt
Hamburg (mp).
Zu einem im Notfall wertvollen Eingriff ist der Kaiserschnitt in der Geburtsmedizin geworden. Doch immer häufiger wird er auch ohne Not vorgenommen. Im Jahr 2005 sind noch 29,5 Prozent der Neugeborenen per Kaiserschnitt entbunden worden, im Jahr 2007 war die Zahl bereits auf 31,5 Prozent gestiegen und 2009 erblickten 33,2 Prozent der Babys per Skalpell das Licht der Welt. Das geht aus einer Versichertendatenanalyse der DAK hervor. Demnach zieht eine ständig wachsende Zahl werdender Mütter den Kaiserschnitt einer vaginalen Geburt vor, selbst wenn medizinisch gesehen gar nichts gegen die natürliche Geburt spricht.
Angst vor Geburtsschmerzen, vor einem Dammriss oder auch Inkontinenz sind für viele Mütter in spe ein Grund, sich lieber gleich für einen Wunsch-Kaiserschnitt zu entscheiden. Rund zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin holen Ärzte bei dieser Geburtsmethode das Kind auf die Welt - scheinbar problemlos. Doch die gut planbare Geburt hat auch Nebeneffekte: "Im Normalfall ist die Komplikationsrate beim Kaiserschnitt aufgrund verbesserter Schnitt- und Narkosetechnik minimal", sagt Dr. Christiane Kutter-Deest, Fachärztin für Frauenheilkunde. "Dennoch bestehen für die Mutter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch: Narkosezwischenfälle, Blutungen und Infektionen." Zudem können sie noch Jahre später unter Schmerzen oder gar unter dem verpassten Geburtserlebnis leiden. Darüber hinaus nimmt ein Kaiserschnitt dem Baby einen Teil der Stärkung des Immunsystems, denn durch die vaginale Geburt bekommen die Kleinen einen wichtigen Bakteriencocktail mit, der zum Aufbau ihrer Darmflora beiträgt. Frauen, die sich überlegen, per Kaiserschnitt zu entbinden, sollten sich deshalb vorab gut über die Geburt per Skalpell informieren.
Einen weiteren Trend hat die Techniker Krankenkasse (TK) mittels einer Forsa-Umfrage festgestellt: Immer weniger Mütter stillen ihre Kinder. Demnach gibt jede fünfte Mutter ihrem Baby überhaupt nicht mehr die Brust. Lediglich sechs von zehn Säuglingen erhalten länger als drei Monate Muttermilch.
Ob eine Mutter stillt, hängt offenbar mit ihrem Bildungsgrad zusammen: Während nur jede zehnte Mutter mit Abitur oder Studium angab, nicht gestillt zu haben, war es bei den Müttern mit Hauptschulabschluss fast jede Dritte. Außerdem gaben Frauen, die auf dem Dorf oder in Kleinstädten leben, häufiger die Brust als Großstädterinnen. Vier von zehn Müttern, die gestillt haben, gaben an, dass sie die Stillzeit früher abbrechen oder eher zufüttern mussten als sie sich eigentlich vorgenommen hatten. Grund war bei über der Hälfte der Frauen, dass sie zu wenig Milch hatten. Stillprobleme wie eine entzündete Brust oder Schmerzen machte jede Vierte für den vorzeitigen Still-Stopp verantwortlich.
Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Müttern, sechs Monate zu stillen. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse eines Neugeborenen abgestimmt. Was die Muttermilch enthält, kann kein Fertigprodukt ersetzen.
So erkranken gestillte Babys später seltener an Mittelohrentzündungen und Infektionen des Magen-Darm-Traktes oder der Luftwege. Außerdem soll das Stillen Allergien wie Heuschnupfen, Asthma oder der Hautkrankheit Neurodermitis vorbeugen. Darüber hinaus nehmen gestillte Kinder langsamer zu als "Flaschenkinder" und neigen auch später weniger zu Übergewicht.
Angst vor Geburtsschmerzen, vor einem Dammriss oder auch Inkontinenz sind für viele Mütter in spe ein Grund, sich lieber gleich für einen Wunsch-Kaiserschnitt zu entscheiden. Rund zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin holen Ärzte bei dieser Geburtsmethode das Kind auf die Welt - scheinbar problemlos. Doch die gut planbare Geburt hat auch Nebeneffekte: "Im Normalfall ist die Komplikationsrate beim Kaiserschnitt aufgrund verbesserter Schnitt- und Narkosetechnik minimal", sagt Dr. Christiane Kutter-Deest, Fachärztin für Frauenheilkunde. "Dennoch bestehen für die Mutter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch: Narkosezwischenfälle, Blutungen und Infektionen." Zudem können sie noch Jahre später unter Schmerzen oder gar unter dem verpassten Geburtserlebnis leiden. Darüber hinaus nimmt ein Kaiserschnitt dem Baby einen Teil der Stärkung des Immunsystems, denn durch die vaginale Geburt bekommen die Kleinen einen wichtigen Bakteriencocktail mit, der zum Aufbau ihrer Darmflora beiträgt. Frauen, die sich überlegen, per Kaiserschnitt zu entbinden, sollten sich deshalb vorab gut über die Geburt per Skalpell informieren.
Einen weiteren Trend hat die Techniker Krankenkasse (TK) mittels einer Forsa-Umfrage festgestellt: Immer weniger Mütter stillen ihre Kinder. Demnach gibt jede fünfte Mutter ihrem Baby überhaupt nicht mehr die Brust. Lediglich sechs von zehn Säuglingen erhalten länger als drei Monate Muttermilch.
Ob eine Mutter stillt, hängt offenbar mit ihrem Bildungsgrad zusammen: Während nur jede zehnte Mutter mit Abitur oder Studium angab, nicht gestillt zu haben, war es bei den Müttern mit Hauptschulabschluss fast jede Dritte. Außerdem gaben Frauen, die auf dem Dorf oder in Kleinstädten leben, häufiger die Brust als Großstädterinnen. Vier von zehn Müttern, die gestillt haben, gaben an, dass sie die Stillzeit früher abbrechen oder eher zufüttern mussten als sie sich eigentlich vorgenommen hatten. Grund war bei über der Hälfte der Frauen, dass sie zu wenig Milch hatten. Stillprobleme wie eine entzündete Brust oder Schmerzen machte jede Vierte für den vorzeitigen Still-Stopp verantwortlich.
Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Müttern, sechs Monate zu stillen. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse eines Neugeborenen abgestimmt. Was die Muttermilch enthält, kann kein Fertigprodukt ersetzen.
So erkranken gestillte Babys später seltener an Mittelohrentzündungen und Infektionen des Magen-Darm-Traktes oder der Luftwege. Außerdem soll das Stillen Allergien wie Heuschnupfen, Asthma oder der Hautkrankheit Neurodermitis vorbeugen. Darüber hinaus nehmen gestillte Kinder langsamer zu als "Flaschenkinder" und neigen auch später weniger zu Übergewicht.





