Tampons: Seit 60 Jahren in Deutschland
Düsseldorf (mp).
Einmal im Monat werden sie von fast alle Frauen diesseits der Wechseljahre benutzt: Tampons. Was zum Alltagsgegenstand geworden ist, feiert in Deutschland nun Geburtstag. Seit 60 Jahren steht dieser Hygieneartikel hierzulande zur Verfügung.
Alles begonnen hatte allerdings etwas früher, in den USA. Anfang der 30er Jahre beantragte der Arzt Earle Cleveland Haas aus Denver Patentschutz für den von ihm entwickelten ersten Tampon mit Einführhilfe. Der Tampon bestand schon damals aus gepresster Watte, in die ein Bändchen zur hygienischen Entfernung des Tampons eingearbeitet war. Das Ganze war in einen Applikator eingebracht, so dass das Tampon auch ebenso sauber wie einfach in die Scheide eingeführt werden konnte. Seine Erfindung taufte Haas "Tampax" und verkaufte sein Patent 1933 an die aus Deutschland in die USA immigrierte Ärztin Gertrude Tendrich für 32 000 US-Dollar. Sie gründete die Firma Tampax und ließ in Massenproduktion die Tampons herstellen. Parallel begannen andere Firmen Tampons ohne Applikator herzustellen.
Am 13. März 1950 entwickelten der deutsche Ingenieur Carl Hahn und der Jurist Heinz Mittag mit Unterstützung der Gynäkologin Dr. Judith Esser Mittag den ersten Tampon für den deutschen Markt. Vermarktet wurde er als "o.b.", was nichts anderes bedeutet als "ohne Binde", eine Bezeichnung, die aus einer Zeit stammt, in der es tabu war, über die Periode zu sprechen. Wie schon in den 40er Jahren in den USA erwies sich auch in Deutschland der Verkauf von Tampons zunächst als schwierig. Zum einen war es den überwiegend männlichen Apothekern peinlich, ein solch intimes Produkt für Frauen zu führen. Zum anderen hielt sich hartnäckig das Gerücht, durch die Benutzung eines Tampons verliere die Frau ihre Jungfräulichkeit. Einige Frauen und Mädchen erliegen diesem Irrglauben noch heute.
Dafür ist mittlerweile der Verkauf aufgrund der dennoch relativ aufgeklärten Gesellschaft deutlich einfacher geworden. Vor allem hat das Tampon durch seine leichte Handhabung und seine Zuverlässigkeit viele Frauen überzeugt. Wurde der Hygieneartikel in den Anfängen vor allem aus Baumwolle hergestellt, besteht er heute überwiegend aus Viskose, die aufgrund ihrer speziellen Pressung und Formung saugfähiger ist als Baumwolle. Die Saugfähigkeit eines Tampons wird auf der Verpackung in Tropfen angezeigt, deren Anzahl von einem bis zu sechs Tropfen reicht. Ein Tropfen steht für eine geringe Flüssigkeitsaufnahme und wird für eine leichte Blutung empfohlen, sechs Tropfen entsprechend für eine starke Regelblutung.
Alles begonnen hatte allerdings etwas früher, in den USA. Anfang der 30er Jahre beantragte der Arzt Earle Cleveland Haas aus Denver Patentschutz für den von ihm entwickelten ersten Tampon mit Einführhilfe. Der Tampon bestand schon damals aus gepresster Watte, in die ein Bändchen zur hygienischen Entfernung des Tampons eingearbeitet war. Das Ganze war in einen Applikator eingebracht, so dass das Tampon auch ebenso sauber wie einfach in die Scheide eingeführt werden konnte. Seine Erfindung taufte Haas "Tampax" und verkaufte sein Patent 1933 an die aus Deutschland in die USA immigrierte Ärztin Gertrude Tendrich für 32 000 US-Dollar. Sie gründete die Firma Tampax und ließ in Massenproduktion die Tampons herstellen. Parallel begannen andere Firmen Tampons ohne Applikator herzustellen.
Am 13. März 1950 entwickelten der deutsche Ingenieur Carl Hahn und der Jurist Heinz Mittag mit Unterstützung der Gynäkologin Dr. Judith Esser Mittag den ersten Tampon für den deutschen Markt. Vermarktet wurde er als "o.b.", was nichts anderes bedeutet als "ohne Binde", eine Bezeichnung, die aus einer Zeit stammt, in der es tabu war, über die Periode zu sprechen. Wie schon in den 40er Jahren in den USA erwies sich auch in Deutschland der Verkauf von Tampons zunächst als schwierig. Zum einen war es den überwiegend männlichen Apothekern peinlich, ein solch intimes Produkt für Frauen zu führen. Zum anderen hielt sich hartnäckig das Gerücht, durch die Benutzung eines Tampons verliere die Frau ihre Jungfräulichkeit. Einige Frauen und Mädchen erliegen diesem Irrglauben noch heute.
Dafür ist mittlerweile der Verkauf aufgrund der dennoch relativ aufgeklärten Gesellschaft deutlich einfacher geworden. Vor allem hat das Tampon durch seine leichte Handhabung und seine Zuverlässigkeit viele Frauen überzeugt. Wurde der Hygieneartikel in den Anfängen vor allem aus Baumwolle hergestellt, besteht er heute überwiegend aus Viskose, die aufgrund ihrer speziellen Pressung und Formung saugfähiger ist als Baumwolle. Die Saugfähigkeit eines Tampons wird auf der Verpackung in Tropfen angezeigt, deren Anzahl von einem bis zu sechs Tropfen reicht. Ein Tropfen steht für eine geringe Flüssigkeitsaufnahme und wird für eine leichte Blutung empfohlen, sechs Tropfen entsprechend für eine starke Regelblutung.





