Gesundheitsbezogene Lebensmittelwerbung selten wahr
Brüssel/Belgien (mp).
Die Mehrzahl der gesundheitsbezogenen Werbeaussagen hält einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand. Das ist das Ergebnis einer zweiten Gutachtenreihe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA). 416 sogenannte Health Claims wurden in 31 Gutachten auf ihre Wissenschaftlichkeit hin überprüft. So ist beispielsweise die Wirkung bestimmter Milchsäurebakterien auf das Immunsystem nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Auch sieht das EFSA keinen Zusammenhang zwischen Molke und der Darmgesundheit.
Bereits im Herbst 2009 hatte die EU-Behörde eine erste Gutachtenreihe vorgelegt und dabei 80 Prozent der 525 gesundheitsbezogenen Werbeaussagen als wissenschaftlich bedenklich eingestuft. Eine dritte Reihe soll im Sommer erfolgen, die Arbeit voraussichtlich bis 2011 abgeschlossen sein. Zur Prüfung der Gutachten und zur Stellungnahme hat der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL bei seinen Mitgliedern aufgerufen. Eine Bewertung der Untersuchungsergebnisse der EU-Behörde seitens der Industrie hat daher noch nicht stattgefunden.
Bereits im Herbst 2009 hatte die EU-Behörde eine erste Gutachtenreihe vorgelegt und dabei 80 Prozent der 525 gesundheitsbezogenen Werbeaussagen als wissenschaftlich bedenklich eingestuft. Eine dritte Reihe soll im Sommer erfolgen, die Arbeit voraussichtlich bis 2011 abgeschlossen sein. Zur Prüfung der Gutachten und zur Stellungnahme hat der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL bei seinen Mitgliedern aufgerufen. Eine Bewertung der Untersuchungsergebnisse der EU-Behörde seitens der Industrie hat daher noch nicht stattgefunden.





