Schonende OP eines walnussgroßen Babyherzens
Bad Oeynhausen/Bochum (mp).
Neugeborene am Herzen zu operieren, ist eine große Herausforderung: Das Pumporgan ist klein und die OP-Instrumente trotz Größenanpassung manchmal noch zu groß, weshalb äußerste Präzession beim Eingriff erforderlich ist. Eine Steigerung dessen meisterten nun Ärzte im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen und der Universitätsklinik Bochum. Sie führten einen Herzkatheter-Eingriff an einem nur fünf Tage alten und sehr kleinen Neugeborenen erfolgreich durch. Das Baby namens Franziska wog bei seiner Geburt nur 1 720 Gramm, das Herz hatte die Größe einer Walnuss.
Die kleine Franziska kam am 6. Januar dieses Jahres gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Henrike in Paderborn zur Welt. Bei Franziska stellten die Ärzte eine komplizierte Fehlbildung am Herzen fest. Sie litt an einer selten vorkommenden, angeborenen Herzgefäßerkrankung, die mit einem Verschluss der Ausflussbahn der rechten Herzkammer zur Lunge einherging, wodurch zu wenig Blut ins Herz gelangte. Die Lungenschlagaderklappe war nicht angelegt (Pulmonalklappenatresie). Zudem war die rechte Herzkammer nur halb so groß wie normal.
Die Ursachen für diesen angeborenen Herzfehler sind unbekannt, zur Behandlung stehen Therapien mit Medikamenten zur Verfügung. Allerdings ist in den meisten Fällen eine möglichst frühe Operation oder ein Herzkathetereingriff die beste Vorgehensweise. Bei Franziska entschieden sich die Ärzte trotz der geringen Größe der Patientin für das schonende Herzkatheterverfahren, obwohl das OP-Material eigentlich erst für Säuglinge ab drei Kilogramm Gewicht geeignet ist.
Dennoch gelang es den Medizinern, die unterentwickelte Klappe des Babyherzens zu öffnen und damit für den notwendigen Blutdurchfluss zu sorgen. Danach wurde der winzige Herzklappenring mit einem Ballonkatheter auf einen Durchmesser von sechs Millimetern geweitet. Derartige Eingriffe sind bislang bei Kindern dieser Größe weltweit in weniger als 50 Fällen durchgeführt worden. Nach der OP erfolgte eine medikamentöse Behandlung zur Unterstützung der Herz-Lungenfunktion. Acht Wochen später wurde die inzwischen größer gewordene Herzklappe während eines zweiten Eingriffs erneut gedehnt. Vor wenigen Tagen konnte die kleine Patientin mit ihrer Schwester Henrike und ihrer Mutter Reinhild Knoop die Klinik verlassen. Aller Voraussicht nach wird Franziska ihr Leben ohne eine weitere Herzoperation verbringen können.
Die kleine Franziska kam am 6. Januar dieses Jahres gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Henrike in Paderborn zur Welt. Bei Franziska stellten die Ärzte eine komplizierte Fehlbildung am Herzen fest. Sie litt an einer selten vorkommenden, angeborenen Herzgefäßerkrankung, die mit einem Verschluss der Ausflussbahn der rechten Herzkammer zur Lunge einherging, wodurch zu wenig Blut ins Herz gelangte. Die Lungenschlagaderklappe war nicht angelegt (Pulmonalklappenatresie). Zudem war die rechte Herzkammer nur halb so groß wie normal.
Die Ursachen für diesen angeborenen Herzfehler sind unbekannt, zur Behandlung stehen Therapien mit Medikamenten zur Verfügung. Allerdings ist in den meisten Fällen eine möglichst frühe Operation oder ein Herzkathetereingriff die beste Vorgehensweise. Bei Franziska entschieden sich die Ärzte trotz der geringen Größe der Patientin für das schonende Herzkatheterverfahren, obwohl das OP-Material eigentlich erst für Säuglinge ab drei Kilogramm Gewicht geeignet ist.
Dennoch gelang es den Medizinern, die unterentwickelte Klappe des Babyherzens zu öffnen und damit für den notwendigen Blutdurchfluss zu sorgen. Danach wurde der winzige Herzklappenring mit einem Ballonkatheter auf einen Durchmesser von sechs Millimetern geweitet. Derartige Eingriffe sind bislang bei Kindern dieser Größe weltweit in weniger als 50 Fällen durchgeführt worden. Nach der OP erfolgte eine medikamentöse Behandlung zur Unterstützung der Herz-Lungenfunktion. Acht Wochen später wurde die inzwischen größer gewordene Herzklappe während eines zweiten Eingriffs erneut gedehnt. Vor wenigen Tagen konnte die kleine Patientin mit ihrer Schwester Henrike und ihrer Mutter Reinhild Knoop die Klinik verlassen. Aller Voraussicht nach wird Franziska ihr Leben ohne eine weitere Herzoperation verbringen können.





