Überfürsorgliche Eltern hemmen Hirnwachstum ihrer Kinder
Düsseldorf (mp).
Behandeln Eltern ihre Kinder überfürsorglich, kann das Gehirnwachstum der Kleinen vermindert werden. Auch wenn der Nachwuchs vernachlässigt wird, kann eine Wachstumshemmung auftreten, wie nun Forscher aus Japan herausgefunden haben.
Die Experten der Gunma Universität haben Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren zu ihrer früheren Beziehung zu den Eltern befragt und mit bildgebenden Verfahren die Gehirne der Studienteilnehmer überprüft. Sind die Probanden als Kinder und Jugendliche überfürsorglich behandelt oder vernachlässigt worden, haben sich bei ihnen in einem bestimmten Hirnareal (präfrontaler Kortex) weniger graue Zellen entwickelt als bei Menschen mit einer "gesunden" Beziehung zu ihren Eltern. Sind die Probanden während der Kindheit lediglich von ihren Vätern, nicht jedoch von ihren Müttern vernachlässigt worden, ist die Wachstumsstörung in der Hirnregion ebenfalls aufgetreten.
Als möglichen Grund für diese Einschränkung des Wachstums nennen die Wissenschaftler eine verstärkte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol sowie eine verminderte Produktion des Neurotransmitters Dopamin. Hierdurch könnte die Reifung des Gehirns bei Kindern beeinträchtigt werden. Bei vielen Menschen mit psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Schizophrenie liegen im präfrontaler Kortex ebenfalls Störungen vor. Deshalb glauben die Forscher, dass die Eltern-Kind-Beziehung das Wachstum dieser Hirnregion und damit die Anfälligkeit für psychische Krankheiten beeinflussen könnte. Allerdings dürften noch weitere Ursachen eine Rolle dabei spielen, wie sich das Gehirn von Kindern entwickelt.
Die Experten der Gunma Universität haben Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren zu ihrer früheren Beziehung zu den Eltern befragt und mit bildgebenden Verfahren die Gehirne der Studienteilnehmer überprüft. Sind die Probanden als Kinder und Jugendliche überfürsorglich behandelt oder vernachlässigt worden, haben sich bei ihnen in einem bestimmten Hirnareal (präfrontaler Kortex) weniger graue Zellen entwickelt als bei Menschen mit einer "gesunden" Beziehung zu ihren Eltern. Sind die Probanden während der Kindheit lediglich von ihren Vätern, nicht jedoch von ihren Müttern vernachlässigt worden, ist die Wachstumsstörung in der Hirnregion ebenfalls aufgetreten.
Als möglichen Grund für diese Einschränkung des Wachstums nennen die Wissenschaftler eine verstärkte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol sowie eine verminderte Produktion des Neurotransmitters Dopamin. Hierdurch könnte die Reifung des Gehirns bei Kindern beeinträchtigt werden. Bei vielen Menschen mit psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Schizophrenie liegen im präfrontaler Kortex ebenfalls Störungen vor. Deshalb glauben die Forscher, dass die Eltern-Kind-Beziehung das Wachstum dieser Hirnregion und damit die Anfälligkeit für psychische Krankheiten beeinflussen könnte. Allerdings dürften noch weitere Ursachen eine Rolle dabei spielen, wie sich das Gehirn von Kindern entwickelt.





