Forscher lüften Gen-Geheimnis um Schlafmohn
Calgary/Kanada (mp).
Die Entdeckung spezieller Gene des Schlafmohns könnte den Weg zu neuen im Labor erzeugten Schmerzmitteln ebnen. Auch direkt in den Pflanzen ließen sich möglicherweise wirksame Substanzen in Zukunft vermehrt produzieren. Kanadische Forscher der University of Calgary haben diese Gene nun nachgewiesen, die in der Pflanze für die Bildung von Morphin und Codein verantwortlich sind. Bereits seit vielen Jahren sind diese Substanzen wichtige Wirkstoffe von Arzneimitteln, die unter anderem gegen starke Schmerzen eingesetzt werden. Weil sich aus Schlafmohn auch Drogen herstellen lassen, ist der Anbau der Pflanzen in vielen Ländern der Welt verboten. Zu medizinischen Zwecken kann Schlafmohn in vielen Nationen mit speziellen Genehmigungen kultiviert werden.





