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Kleine elektrische Ladungen sind für Stoffwechsel wichtig

Düsseldorf (mp). Ohne Elektrizität würde im Alltag kaum etwas funktionieren. Im menschlichen Körper gibt es ebenfalls elektrisch geladenen Teilchen und sehr schwache Ladungsströme. Unser Gehirn besteht aus unzähligen Nervenzellen, die Impulse aneinander weiterleiten können. Ein solcher Impuls ist vereinfacht gesprochen die Bewegung geladener chemischer Teilchen, also das Fließen einer Ladung. An unzähligen anderen Stellen im Körper bewegen sich ebenfalls geladene Teilchen (Ionen), um zum Beispiel Nährstoffe durch die teilweise durchlässigen Wände (Membranen) in die Zellen zu leiten. Außerdem werden Stoffwechselprodukte aus den Zellen abtransportiert, die an anderer Stelle abgebaut oder "recycelt" werden. Vereinfacht gesprochen läuft es in vielen Fällen so ab, dass bestimmte Teilchen beispielsweise positiv geladen sind und andere negativ geladene Partikel "huckepack" nehmen und durch den Körper befördern.

In einem gesunden Organismus gehen diese Prozesse automatisch, von uns unbemerkt und reibungsfrei vonstatten, doch es kann aus unterschiedlichen Gründen zu Störungen kommen. Oft stocken die Stoffwechselvorgänge, weil die Spannung zu gering ist. Das heißt, der Unterschied zwischen Plus und Minus bei den Ladungen ist zu klein, um den Transport von Stoffen optimal zu gewährleisten.

Doch es gibt Möglichkeiten, den geladenen Teilchen auf die Sprünge zu helfen, denn elektrische Ladungen reagieren auf Magnetfelder. Wird von außen ein solches Feld in der passenden Stärke angelegt, sollen dadurch oft lokale Störungen im Körper aufgehoben werden können. Bei der sogenannten Magnetfeldtherapie erzeugen spezielle Geräte magnetische Felder in festgelegten Frequenzbereichen, die auf den Körper wirken. So hat sich beispielsweise der Hersteller Medithera darauf spezialisiert, mit seinen Geräten den Stoffaustausch der Zellen, die "Natrium-Kalium-Pumpe", anzukurbeln. Meist spürt man die Magnetfelder nicht, mitunter empfinden die damit Behandelten eine leichte lokale Erwärmung der Haut.

Ein anderer Therapieansatz nutzt elektrische Impulse, die durch den Körper geleitet werden, um dort heilungsfördernde Prozesse in Gang zu setzen. Mit sogenannten Tens-Geräten (Transkutane Elektrische Nervenstimulation), wie sie unter anderem von Panasonic oder Medisana hergestellt werden, können Schmerzen behandelt werden. Angefangen vom Weichteilrheumatismus über Muskel- und Gelenkbeschwerden bis hin zu Rückenschmerzen reichen die möglichen Einsatzgebiete. Anders als die Magnetfelder spürt man die elektrischen Impulse als ein leichtes bis deutliches Kribbeln oder Ziehen.

Manchmal ist Vorsicht sowohl bei der Magnetfeldtherapie als auch beim Einsatz von Tens-Geräten geboten, zum Beispiel bei Trägern von Herzschrittmachern oder elektronischen Insulinpumpen.

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