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Gedächtnisverlust: Gefühle verschwinden nicht

Iowa City/USA (mp). Menschen mit Gedächtnisverlust (Amnesie) erinnern sich an Gefühle, aber nicht an die dazugehörige Ursache. Das zeigt nun eine US-amerikanische Studie.

Bei dieser Untersuchung wurden fünf neurologische Patienten mit Schäden am sogenannten Hippocampus beobachtet. Dieser Teil des Gehirns ist wesentlich daran beteiligt, Kurzzeiterinnerungen ins Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Schäden am Hippocampus verursachen, dass neue Erinnerungen verschwinden. Diese Form von Amnesie gleicht dem Frühstadium der Alzheimerkrankheit. Die Forscher zeigten den Teilnehmern jeweils einen kurzen Film, einer davon war traurig und der andere mit lustigen Inhalten versehen. Zehn Minuten nach Filmende wurden die Betroffenen zum Inhalt des Gesehenen befragt. Doch die Probanden konnten sich nicht mehr erinnern. Gesunde Personen aus der Kontrollgruppe hingegen hatten durchschnittlich 30 Details aus jedem Film im Gedächtnis.

Nach dem Test wurden die Patienten zu ihren Gefühlen befragt. Es zeigte sich, dass die Emotionen immer noch präsent waren, die die Versuchspersonen während der Filme empfunden haben. Dabei hielt die Traurigkeit länger an als die Glücksgefühle. Beide Emotionen überdauerten aber die Erinnerungen an die Filme. "Ein Besuch oder Telefonanruf von Familienmitgliedern kann also eine anhaltend positive Wirkung auf das Glücklichsein des Patienten haben, auch wenn er den Anruf oder Besuch schnell wieder vergisst", erläutert Studienleiter Justin Feinstein von der University of Iowa. Demnach sind freundliche Unterstützungen durch Familienmitglieder und durch das Pflegepersonal von Patienten mit Alzheimer nicht vergeblich, sondern sorgen bei den Betroffenen für positive Empfindungen.

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mp Iowa City/USA - Freundliche Unterstützungen durch Familienmitglieder und durch das Pflegepersonal von Patienten mit Alzheimer sind nicht vergeblich, sondern sorgen bei den Betroffenen für positive Empfindungen.
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