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Bei Spanienreise an Hepatitisgefahr denken

Wiesbaden (mp). In Spanien ist die Hepatitisgefahr durchschnittlich fünfmal höher als in Deutschland. Davor warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) unter Berufung auf jetzt veröffentlichte Zahlen des Nationalen Institutes für Epidemiologie in Madrid. Gerade weil Spanien das gesamte Jahr über ein beliebtes Urlaubsziel ist, sollten Reisende das Risiko nicht unterschätzen.

Je nach Region, ist das Ansteckungsrisiko in dem südeuropäischen Land unterschiedlich hoch. Verglichen mit Deutschland besteht im Baskenland und in Andalusien ein acht bis zehn Mal höheres Risiko, sich mit dem Erreger der infektiösen Leberentzündung anzustecken. Mehr als fünf Fälle pro 100 000 Einwohner sind im Jahr 2009 in den Metropolen Madrid und Valencia registriert worden. Auf den Balearen hat die Quote im vergangenen Jahr bei 1,8 Fällen pro 100 000 Einwohnern gelegen, auf den Kanarischen Inseln bei 3,03 und in Katalonien bei 3,78. Dagegen wird in Deutschland gemäß Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) auf 100 000 Einwohner nur etwa eine Hepatitis-A-Erkrankung gemeldet.

Das Virus wird vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Lebensmittel übertragen. "Die möglichen Symptome der Erkrankung reichen von Fieber, Übelkeit, Durchfall, Schwindel bis zur Dunkelfärbung des Urins und Gelbfärbung der Haut", erklärt Dr. Sebastian Dieckmann vom Tropeninstitut in Berlin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis A für Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen. Inzwischen wird diese Reiseimpfung in Deutschland von vielen gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Eine Hepatitis-A-Impfung ist noch kurzfristig vor Reisebeginn möglich. Schon nach etwa zehn bis 14 Tagen hat sich der Schutz aufgebaut. Eine weitere Impfung, normalerweise nach frühestens sechs Monaten, bietet dann eine Langzeitimmunität für mindestens zehn Jahre.

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mp Wiesbaden - In Spanien ist die Hepatitisgefahr deutlich höher als in Deutschland. Urlauber sollten deshalb an einen Impfschutz denken.
cesarastudillo/Flickr
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