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Neues Verfahren zur Vorhersage von Frühgeburten

Aachen (mp). Mit einem neuen Verfahren sollen Frühgeburten vorhergesagt werden können, die durch Risse in der Fruchtblase verursacht werden. Entwickelt worden ist die Untersuchungsmethode von Wissenschaftlern der FH Aachen.

Frühgeburten können aufgrund verschiedener Ursachen entstehen. In etwa 30 bis 40 Prozent der Fälle ist ein sogenannter vorzeitiger Blasensprung dafür verantwortlich. Hierunter verstehen Mediziner das Auftreten eines Risses in der Fruchtblase, bevor die Wehen einsetzen. Mit dem neuen Verfahren namens "Cara" wird mit Hilfe von Licht berührungslos und somit unter sterilen Bedingungen im Körper der werdenden Mutter die Spannung der menschlichen Eihaut gemessen. "Je schwächer die Spannung dieses Gewebes ist, umso größer ist auch das Risiko, dass die Eihaut vorzeitig in der Schwangerschaft reißt", erklärt die Aachener Wissenschaftlerin Nicole Lawrenz.

Es sei deshalb wichtig, die Spannung der Fruchtblase zu untersuchen. Aus den Messwerten sollen sich Prognosen für Frühgeburten ableiten lassen können. Ist bekannt, dass es bei einer Schwangerschaft einen zu frühen Riss in der Fruchtblase geben könnte, besteht beispielsweise die Möglichkeit zur Verabreichung von Medikamenten zur Förderung des Lungenwachstums des Kindes. Hierdurch werden die Atmungsorgane schneller kräftig und im Fall einer zu frühen Geburt steigen dadurch die Überlebenschancen des Babys. Entwickelt worden ist das Verfahren ab 2001 von Professor Gerhard Artmann und seinem Doktoranden Jürgen Trzewik; weitere Experten haben in der Folgezeit wichtige Impulse gegeben.

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