Forschung: Neuer Bremsweg für Tumorwachstum gefunden
Bonn (mp).
Einen neuen Weg zur Zellteilungsregulierung im Körper haben jetzt Forscher aus Bonn, Dortmund und Köln gefunden. Mit Hilfe eines spezifischen Wirkstoffs konnten sie in diesen Mechanismus eingreifen und so das Tumorwachstum in Mäusen verlangsamen.
Die Wissenschaftler haben in ihrer Studie den Rezeptor für den sogenannten "epidermalen Wachstumsfaktor" unter die Lupe genommen. Rezeptoren funktionieren im Prinzip wie die Passwort-Abfrage beim Online-Banking: Er wartet auf ein bestimmtes Signal wie etwa die Eingabe der PIN und setzt dann bestimmte Prozesse in Gang. In diesem Forschungsfall die Zellteilung. Bei diesem zuständigen Rezeptor ist allerdings mehr nötig als nur die Eingabe einer PIN. Diese zusätzlichen Mechanismen haben die deutschen Forscher nun entschlüsselt. Vor allem für die Krebsforschung ist die Studie interessant, denn der Rezeptor ist nämlich in vielen Tumorarten überaktiv, beispielsweise bei Lungen-, Brust- oder Eierstockkrebs. Das ist ein wesentlicher Grund für die unkontrollierte Zellvermehrung, die die Wucherungen so gefährlich macht. Eine Kontrolle oder Hemmung der Rezeptoraktivität könnte den Tumorwachstum beim Menschen stoppen.Die damit aufkeimende Hoffnung auf schnelle Fortschritte in der Krebstherapie dämpften die Wissenschaftler jedoch sogleich. Noch sei unklar, ob die Ergebnisse hielten, was sie versprächen. Über ihre Arbeit berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Cell" (http://download.cell.com/pdf/PIIS0092867410010597.pdf?intermediate=true).
Die Wissenschaftler haben in ihrer Studie den Rezeptor für den sogenannten "epidermalen Wachstumsfaktor" unter die Lupe genommen. Rezeptoren funktionieren im Prinzip wie die Passwort-Abfrage beim Online-Banking: Er wartet auf ein bestimmtes Signal wie etwa die Eingabe der PIN und setzt dann bestimmte Prozesse in Gang. In diesem Forschungsfall die Zellteilung. Bei diesem zuständigen Rezeptor ist allerdings mehr nötig als nur die Eingabe einer PIN. Diese zusätzlichen Mechanismen haben die deutschen Forscher nun entschlüsselt. Vor allem für die Krebsforschung ist die Studie interessant, denn der Rezeptor ist nämlich in vielen Tumorarten überaktiv, beispielsweise bei Lungen-, Brust- oder Eierstockkrebs. Das ist ein wesentlicher Grund für die unkontrollierte Zellvermehrung, die die Wucherungen so gefährlich macht. Eine Kontrolle oder Hemmung der Rezeptoraktivität könnte den Tumorwachstum beim Menschen stoppen.Die damit aufkeimende Hoffnung auf schnelle Fortschritte in der Krebstherapie dämpften die Wissenschaftler jedoch sogleich. Noch sei unklar, ob die Ergebnisse hielten, was sie versprächen. Über ihre Arbeit berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Cell" (http://download.cell.com/pdf/PIIS0092867410010597.pdf?intermediate=true).





