Jugendliche: Mobbingopfer tragen oft Mitschuld
Linköping/Schweden (mp).
Wer in der Schule von anderen gemobbt wird, trägt nach Ansicht vieler Jugendlicher zumindest eine Mitschuld. Das belegt nun eine Studie aus Schweden, für die 176 Gymnasiasten im Alter von 15 und 16 Jahren befragt worden sind. Demnach halten 69 Prozent der Studienteilnehmer ein geringes Selbstwertgefühl oder eigene Unsicherheit der Mobbenden für mögliche Auslöser der Übergriffe. Oft würden die Verursacher mobben, um ihre Kraft zu demonstrieren, Beliebtheit zu erlangen und ihren sozialen Status zu stärken oder zu verteidigen. Immerhin 42 Prozent der Schüler bescheinigen den Opfern wegen ihrer Andersartigkeit eine Schuld oder Mitschuld an den Angriffen. Diese Sichtweise scheint allerdings geschlechtsabhängig zu sein: Mädchen haben häufiger als Jungen dem Angreifer als dem Opfer die Schuld gegeben.
Zudem hat die Befragung durch Robert Thornberg und Sven Knutsen von der Universität Linköping ergeben, dass lediglich 21 Prozent der Schüler Cliquen in den jeweiligen Klassen für die Urheber des Übergriffe halten. Sieben Prozent der Jugendlichen empfinden die Situation an der Schule als ausschlaggebend und noch weniger Heranwachsende führen das Mobbing auf die menschliche Natur zurück. Über die Studie berichten die Experten jetzt im Fachmagazin "Child and Youth Care Forum" (http://dx.doi.org/10.1007/s10566-010-9129-z).
Zudem hat die Befragung durch Robert Thornberg und Sven Knutsen von der Universität Linköping ergeben, dass lediglich 21 Prozent der Schüler Cliquen in den jeweiligen Klassen für die Urheber des Übergriffe halten. Sieben Prozent der Jugendlichen empfinden die Situation an der Schule als ausschlaggebend und noch weniger Heranwachsende führen das Mobbing auf die menschliche Natur zurück. Über die Studie berichten die Experten jetzt im Fachmagazin "Child and Youth Care Forum" (http://dx.doi.org/10.1007/s10566-010-9129-z).





