MS-Forschung: Zwei Faktoren machen krank
Würzburg (mp).
Multiple Sklerose (MS) gehört zu den Krankheiten, deren Entstehung und Verlauf immer noch nicht ganz geklärt sind. Wissenschaftler der Universität Würzburg entdeckten nun einen Zusammenhang zwischen zwei Faktoren, der zur Entstehung der Autoimmunerkrankung beitragen soll: eine erhöhte Anfälligkeit des Zentralen Nervensystems gegenüber Angriffen von außen und ein fehlerhaft arbeitendes Immunsystem.
An Mäusen, die an einer Multiple-Sklerose-ähnlichen Krankheit litten, konnten die Forscher folgendes zeigen: Das Zusammentreffen einer Schädigung der Isolationsschicht (Myelinscheide) der Nervenzellen und ein fehlerhaft arbeitendes Immunsystem verstärken die Entzündungsreaktion im Bereich des Zentralen Nervensystems; die Gewebeschäden nehmen zu. Fehlerhaft arbeitende Immunzellen allein verursachen hingegen keine Schäden.
Auf den Menschen übertragen, bedeutet dies: "Genetisch bedingte Veränderungen der Myelinbildung sowie genetisch bedingte Fehlregulationen des Immunsystems müssen allein noch keinen Krankheitswert haben", erklärt Professor Heinz Wiendl, Leiter der Forschungsgruppe für MS und Neuroimmunologie der Universität Würzburg. Treffen allerdings diese beiden Faktoren zusammen, und kommt es auf diesem Boden zu einer gegen das Zentrale Nervensystem gerichteten Entzündungsreaktion, so verlaufe diese heftiger und mit deutlich mehr Gewebeschädigung als ohne diese Faktoren. Nach Ansicht der beiden Wissenschaftler lässt dies den Schluss zu, dass eine Kombination verschiedener krankheitsfördernder Aspekte auch bei MS den Ausbruch der Erkrankung oder die Intensität von Schüben beeinflusst.
In Deutschland leiden rund 80 000 Menschen an MS. Die chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems ist nicht heilbar und kann zu unterschiedlichen Symptomen wie Sehstörungen, Lähmungen, Nervenschmerzen oder Gefühlsstörungen führen. Bei einem Großteil der Patienten verläuft die Krankheit schubweise. Durch moderne Behandlungsmethoden lässt sich der Verlauf der Erkrankung verlangsamen und auch die Schübe können abgemildert werden. Als Ergänzung zu den schulmedizinischen Verfahren gibt es außerdem eine Reihe von alternativen Therapieformen, die Erleichterung versprechen.
An Mäusen, die an einer Multiple-Sklerose-ähnlichen Krankheit litten, konnten die Forscher folgendes zeigen: Das Zusammentreffen einer Schädigung der Isolationsschicht (Myelinscheide) der Nervenzellen und ein fehlerhaft arbeitendes Immunsystem verstärken die Entzündungsreaktion im Bereich des Zentralen Nervensystems; die Gewebeschäden nehmen zu. Fehlerhaft arbeitende Immunzellen allein verursachen hingegen keine Schäden.
Auf den Menschen übertragen, bedeutet dies: "Genetisch bedingte Veränderungen der Myelinbildung sowie genetisch bedingte Fehlregulationen des Immunsystems müssen allein noch keinen Krankheitswert haben", erklärt Professor Heinz Wiendl, Leiter der Forschungsgruppe für MS und Neuroimmunologie der Universität Würzburg. Treffen allerdings diese beiden Faktoren zusammen, und kommt es auf diesem Boden zu einer gegen das Zentrale Nervensystem gerichteten Entzündungsreaktion, so verlaufe diese heftiger und mit deutlich mehr Gewebeschädigung als ohne diese Faktoren. Nach Ansicht der beiden Wissenschaftler lässt dies den Schluss zu, dass eine Kombination verschiedener krankheitsfördernder Aspekte auch bei MS den Ausbruch der Erkrankung oder die Intensität von Schüben beeinflusst.
In Deutschland leiden rund 80 000 Menschen an MS. Die chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems ist nicht heilbar und kann zu unterschiedlichen Symptomen wie Sehstörungen, Lähmungen, Nervenschmerzen oder Gefühlsstörungen führen. Bei einem Großteil der Patienten verläuft die Krankheit schubweise. Durch moderne Behandlungsmethoden lässt sich der Verlauf der Erkrankung verlangsamen und auch die Schübe können abgemildert werden. Als Ergänzung zu den schulmedizinischen Verfahren gibt es außerdem eine Reihe von alternativen Therapieformen, die Erleichterung versprechen.





